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sich besonders, herzliche, gedankenvolle Worte zum Andenkenniederschrieben. *')
Dieser Mann war es, der in seiner Rüstung seltenertheoretisch-praktischer Kenntnisse mit einem Herzen von Liebeund Anhänglichkeit als Arzt und Hausfreund über die Ge-sundheit der höchsten Herrschaften zu einer Zeit, wo ein
') Der berühmte Bocrhavc erhielt einen Brief aus Amerika:die Adresse war: in Europa, und auf jeder Post wußte manwo, an welchem Orte, der seltene Mann lebte und wohnte.Einen ähnlichen Ruf hatte der Königlich Preußische Staats-rath und erster Leibarzt Dr. Christoph Wilhelm Hufcland.Wer kennt sein treffliches Buch: „Die Kunst das mensch-liche Leben zu verlängern", wer seinen Namen nicht?Derselbe ist eine Zierde der Aerztc geworden und in das Volkeingedrungen, so daß man ihn mit Achtung nennen wird vonGeschlecht zu Geschlecht. Er war ein ganzer Mann und nichtsthat er halb. Sein Wissen i» der Medicin war ein gründ-liches, und bis zur Grenze gebracht, ging es in Glaubenüber. Dieser fromme Aufblick zu dem Schöpfer der Kräfteund Gesetze der Körpcrwclt, dieses stille wissenschaftliche Lau-schen aus die wechselnden Erscheinungen derselben, die immeroffen bleibende Empfänglichkeit, alle Tage, an jedem Kranken-bette zu lernen, bewahrte ihn vor dem gefährlichen Abschließendes Systems; in das alte, wie in das neue, war er rief ein-gedrungen, und es erhielt ihm die Dcmuth und Bescheidenheit,die Mysterien der Natur nicht ergründen zu können. Alles inihm war zur klaren Einheit verbunden, und diese machte seinevielen Schriften so interessant: weil sich in ihnen die Persön-lichkeit des Mannes nicht in tobten Buchstaben, sondern im le-bendigen Geiste ausspricht. Es schwebt darüber ein göttlicherSinn (seii5U5 numinis), und dieser ist es, der ihn so anspre-chend macht. Jeder, der etwas Analoges in sich fand, fühltedas auch, — der Laie, besonders der Kranke, und unter diesenvorzüglich das mehr gcmüthliche weibliche Geschlecht. Er flößte