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9 (1898) Französische Zustände : 1
Entstehung
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Das Biirgerkönigtum im Jahre 1832.

lök

teilnahmen, noch ganz zu jener älteren, kranken Generation ge-hören, die Crebiilon, Laclos und Louvct uns in ihrem heiterstenSündenglanze und in ihrer blühenden Verwesung so gut geschilderthaben. Das wieder jung gewordene Frankreich konnte dieser Dy-nastie, diesen Revenants der Vergangenheit, immer augehören; daserheuchelte Leben wurde täglich unheimlicher, die Bekehrung nachdem Tode war ein widerwärtiger Anblick; die parfümierte Fäulnisbeleidigte jede honette Nase; und eines schönen JnliuSmorgens, alsder gallische Hahn krähte, mußten diese Gespenster wieder entfliehen.Ludwig Philipp aber und die Seinigcn sind gesund und lebendig,es sind blühende Kinder des jungen Frankreichs, keuschen Geistes,frischen Leibes, und von bürgerlich guten Sitten. Eben jene Bürger-lichkeit, die den Karlisten an Ludwig Philipp so sehr mißfällt, hebtihn in unserer Achtung. Ich kann mich trotz des besten Willensnicht so ganz des Parteigeistes entäußern, um richtig zu beurteilen,wie weit es ihm mit dem Bürgerköuigtume Ernst "ist. Die großeJury der Geschichte wird entscheiden, ob er es ehrlich gemeint hat.In diesem Falle sind die ?oiAnsss äs inain gar nicht lächerlich,und der männliche Handschlag wird vielleicht ein Symbol des neuenBürgerkönigtums, wie das knechtische Knieen ein Symbol der feuda-listischen Souveränität geworden war. Ludwig Philipp, wenn erThron und ehrliche Gesinnung bewahrt und seinen Kindern über-liefert, kann in der Geschichte einen großen Namen hinterlassen,nicht bloß als Stifter einer neuen Dynastie, sondern sogar alsStifter eines neuen Herrschertums, das der Welt eine andere Gestaltgiebt, als der erste Bürgerkönig, . . . Ludwig Philipp, wenn erThron und ehrliche Gesinnung bewahrt, aber das ist ja eben diegroße Frage.

>eine's Werke. IX. Bd.

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