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Maylands Steuerverfassung : mit Anm. nebst einer Darst. d. Steuerverfassung von Tirol
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lernen wir, dafs man im J. 1616 siebenzig Tuch-fabriken in Mayland zählte, welche alle Jahr15003 Stück Tuch lieferten ; zu seiner Zeit warendie Fabriken auf 15 herabgebracht, und verfer-tigten nicht über 3000 Stück Tuch, Da, wie erbeweiset, ein jedes Stück Tuch 25 Personen einMonath hindurch Nahrung verschafft , und bisin die Mitte des 17. Jahrhunderts die Zahl derverfertigten Stücke sich um 12000 verminderthat, so ist es klar, dafs in Mayland 25000 Per-sonen brodlos waren. Dasselbe bemerkt er inBetreff der Seidenarbeiter, dafs im J. 1624 inderselben Stadt sich 24000 Seidenfabrikantenohne Arbeit befanden.

In Wahrheit, wenn man die Mahlauflageauf Lir. 108,430 anschlägt, wie sie in den Jah-ren 1636, 1637 und 1654 berechnet war, miteinen Zuschlag von einem Drittel, als den Ge-winn des Pächters; und wenn man die Auflageeines gegen das andere auf 40 Soldi von Scheffelsetzet, und letzlich zwey Scheffel jährlich aufeine Person rechnet, so wird man Mühe haben,die Bevölkerung von Mayland auf 60000 Seelenzu steigern.

Um zu sehen, wie die Gewerbe immer mehrabnahmen ,-braucht man nur die Antworten derKammer von Mayland zu lesen, welche sie imJ. 1709 auf den Vorschlag des Grafen Prafs ge-geben hatten. Man führte darin an, dafs dieWollentücher sich nur auf 100 Stück beliefen,d. i. auf Lir. 700 der Steuerschätzung, und dieSeidenweberey nur auf Lir. 600. Der Handelmit Goldborten und mit gezogenen Goldfäden