deutlichen Staatsverwaltung, oder durch das un«verhältnilsmäfsige Steuersystem herbey geführtworden ist, der kann gewifs gegen so viele undso grofse Uebel nicht gleichgültig bleiben, wenner nicht alle menschliche Empfindungen abge-legt hat.
Um diese unglückliche Schilderung schnellwie in einem Gemählde unter einem Gesichts-puncte zu übersehen, werden wir blofs ächte undsichere Urkunden anführen, und alle die Ueber-treibungen der Schriftsteller übergehen, welchewie Ambros OppizQni, Karl Somaglia, und an-dere das damahlige Elend beredt und weitschwei-fig beschrieben; und diese Urkunden werdenjene seyn, welche die Städte und Landschaftenselbst zu verschiedenen Zeiten dem spanischenHofe, der Regierung und dem Senate vorgelegthatten.
Auflagen des Staates
§. 16.
Nachdem man in den früheren Zeiten so vie-le und so häufige Gegenvorstellungen an die Lan-desfürsten vergeblich eingereicht hatte, so wurdeim J. 1627 der Markese Cesare Visconti, als einliothschafter der Stadt Mayland , nach Madridabgeschickt. Aus den ihm v. 31. OctoLer mitge.gebenen Instructionen kann man dem Haupttve-sen nacji die damahlige Lage des Staates ken-nen lernen. Zuerst wird gesagt, dafs die Karne-rallasten, d. i, die Monath-, die Reitereysteuer,die vierzehen reali, die Einquartierungsbeyträge