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3. Heft (1789) [Mit Prospekten ; nebst Zusätzen und Verbesserungen zum zweyten Heft]
Entstehung
Seite
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ZI

ill nicht geringer Gefahr; nnd Bucer soll sich damals auf dem Schloß zu Buschho-ven/ eine halbe Stunde westwärts Bonn, aufgehalten haben. Der Kaiser ließdurch Abgesandte von dem Erzbischof die Entlassung dieser Manner fodern; dennMelanchthon war schon vorher abgereist. Jene verließen auch nicht lange hernach

das Erzsttft.

Da aber Hermann die neu angestellten Prediger nicht abschaffen wollte, ver»klagte ihn das Domkapitel und die Universität zu Cölln indem folgenden 1.1545auf'S neue sehr hart. Der Kaiser nahm sie durch ein am Ende des Junius zu Wormsausgefertigtes Patent in seinen unmittelbaren Schutz, und citirte den Erzbischof, daßer in Zeit von go Tagen, entweder in Person oder durch einen Anwald, erscheinenund sich verantworten sollte, befahl ihm auch, einstweilen keine Neuerungen vorzuneh-men und alles wieder auf den alten Fuß zu setzen. Der nämliche Befehl gieng andie Städte Andernach Bonn, Linz und Kempen, an welchen Orten vorzüglich derErzbischof Prediger angestellt chatte. Der Pabst Paul III. citirte ihn gleichfalls,daß er in Zeit von 60 Tagen zu Rom erscheinen sollte. Die nämliche Ciration er-gieng auch an H>ermaims Fremde aus dem Domkapitel, nämlich an den Domde-chant, den. Grasen Heinrich von Stvlberg, ferner an die Grafen: Philipp denRheingrafen, Friedrich von Wied/*) Christoph von Oldenburg und Philipp

b 2 von

H Er war ein Bruder des Erzbischofs Hermann, ward erst Domküstcr zu Cölln und 1522 Bischof zuMünster. Weil er sich der damals eindringenden Reformation nicht genug widersetzte, und daherMißhclligkeitcn mit seinem Domkapitel befürchtete, und dabcy kranklich war, übergab er 15Z2 die Re-gierung an Herzog Erich von Braunschweig, Bischof zu Osnabrück und Paderborn, gegen ein Jahr-gchalt von 2000 fl. Worauf er die Probstcy zu Bonn bekam. Im 1.154s rcsignirte er auch die StelleeineSDomküsicrs und Schatzmeisters zu Cölln, wclchaseincs Bruders, (Johanns III. von Wied,)Sohn Friedrich f) nachheriger Erzbischof zu Cölln erhielt. Er war auch Probst zu Mastricht, undlebte noch 155z. Er liegt in der nun verfallenen Kreuzkirche zwischen Niederbieber und Mels«back) begraben. Auf seinem zerstörten Grabmal, einem horizontal liegenden blauen Schieferstein, istnoch folgendes zu lesen :

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Woraus erhellet, daß er im ? zten Jahr seines Alters gestorben sey.

ff) Er ward im I. 1ZZ4. Domgraf zu Cölln, erhielt vom Pabst, Paul III. ein Iahrgchalt von2000 Dueaten, ward 154? Domküstcr zu Cölln, im nämlichen Jahr Chorbischof, izz8 Probst zu St.Gereon in Cölln, iz6o Domdcchant, -^62 Erzbischof und Churfürst zu Cölln, und half MaximilianII. zum Römischen König erwählen. 1567 resignirtc er dir Churwürdc, starb den 2z Dce. i;68 undliegt bcv den Dominicanern in Cölln begraben. Sein Grabmal ist von Erz mit folgender Inschrift:

ANNO.