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3. Heft (1789) [Mit Prospekten ; nebst Zusätzen und Verbesserungen zum zweyten Heft]
Entstehung
Seite
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Zu den Zeiten der Römer sollen die alten Ubier zu Godesberg den PZo?dan oder Merkur verehrt/ und dieser Gott soll daselbst einen Tempel gehabt hmben. Diese Tradition gründet sich auf eine doppelte Vermmhung. Erstlich sagtTacitus in seinem Buche che morbus LerMamcre:unter den Göttern verehren sieam meisten den Merkur, dem sie an gewissen Tagen auch Menschen zu opfern fürerlaubt hassen,// (Oaorum maxime A/errun'mu cossmft aui aortis cliebus ssu.mani8 guogue ssolft'is litare 5as Hassent.) Ferner beruft man sich auf die Deutssche, Holländische und Englische Benennung des Mittwochs/ (Res iVlerLurü:) dennin Niedcrdeütschland heißt er bey dem gemeinen Manne: Godesdag, in Holland:Wocnsdag und in England s^echnescha)'. Die Holländische Benennung har einegrosse Ähnlichkeit mit Wodanstag. Vodan aber ist der deutsche Gott Menkur: folglich/ schließt man, muß auf dem Godesberg Merkur verehrt worden seyn;folglich hat man ihm daselbst Opferrhiere und gar Kriegsgefangene geschlachtet, damiter sich an dem lieblichen Geruch derselben, (niäor sagen die Römischen Schriftsteller,)erquicken, und seinen Verehrern gnädig feyn möchte. Arminius oder Hermannsoll gar bey der Varianischen Niederlage nahe bey dem Kampfplatz die Tribunenund Centurionen eben diesem blutdürstigen Wodan geschlachtet haben. Ducis pro-pinguis, (sagt Tacitus l. 6l.) ssarssarae arae^ apuä guas trissunos, ac pri.moium oräinum centuriones mactanerant. Dergleichen Vermuthungen sindaber ungewiß; und ich muß gestehen, daß ich diesem menschenfeindlichen GottWo-dan herzlich gram bin. Hätten ihm die assen Deutschen zu Godesberg und am,derswo wirklich Menschen geschlachtet, so würde ihnen dieses wenig Ehre machen.Der grosse Hermann ließ aber die Römischen Tribunen und Centurionen, blos ausRachsucht, aus einem edlen Enthusiasmus für die deutsche Freyheit, welche die Rösmer vernichten wollten, opfern nicht irgend einem Gott sondern den MaNtNoder abgeschiedenen Seelen der in den rühmlichen Schlachten mit den Römern gesfallenen deutschen Helden.- So ward PolysMa, des Königs Priamos Tochter,dem Schatten des Achilles geopfert. Zudem weiß man aus dem Tacitus ftchsiuon'/>u5 9.) sehr gut, daß unsre Vorfahren keine Tempel und keine

Bilder hatten; denn sie hielten die Götter zu groß, um sie in Tempel einzuschließenoder abzubilden. Walder und Hayne widmeten sie ihnen und verehrten ihre unsicht»

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») Zu Winfeld bei dem Stadtchen Hörne m Westphalen. Nahe dabei ist der Teuteberq sder saltuschemoburZienlis des Tacitus) worin die bm:barae srae waren, und «orjn die Romischen Kriegsge«fangenen geschlachtet wurden»