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3. Heft (1789) [Mit Prospekten ; nebst Zusätzen und Verbesserungen zum zweyten Heft]
Entstehung
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diesen Gelegenheiten mögen auch wohl der Heiligen Bilder von den protestantischenTruppen verstümmelt worden und verloren gegangen ftyn. Von dem Erbauerweiß mau nichts Zuverlässiges. Einer in dem Meßbuche der benachbarten Kirchezu Meßdorf befindlich gewesen ftyn sollenden schriftlichen Nachricht zufolge, soll diesesMonument ein Edelmann, Namens von Hochlirchen, Herr zu Meßdorf, der ei-nen andern im Zweikampf getödlet habe, zur Abbüßung seines Verbrechens, imAnfang des XIII. Jahrhunderts, errichtet haben, und hiezu von den, ChurfürstenTheoderich I. verdammt worden ftyn. Es kann ftyn. Aber man weiß doch über-haupt, wie wenig man dergleichen Nachrichten und Sagen aus den, Mittelaltertrauen dürfe. Aberglaube und Wunderglaube und kindische Leichtgläubigkeit charak-terifiren dieses Zeitalter. Und das Monument scheint doch, so viel sich aus derBauart schließen laßt, 400 bis 500 Jahre gestanden zu haben.

Linker Hand erblickt man ein Landhaus Namens Plittersdorf. Dieses liegtungefehr eine Stunde von Bonn, ganz nahe am Rheinstrom und gehört dem HerrnBaron de Cler aus Bonn zu, welcher sich im Sommer meistens hier aufhält.

Gegen über in der Zeichnung, aber in der Natur wohl eine Stunde höher,am rechten Rheinufer liegt ein Berg mit einen, Kapellchen. Dieser ist der Pe?tersberg oder Stromberg. Die Abtcy Heisterbach hat darauf eine Ka-pelle und ein Haus, worin ein Pachter wohnt. Dieser Berg gehört zu den berühm-ten sieben Bergen. Unter dem Churfürsten Bruno II. ließ sich darauf, so sagtdie Legende, ein andachtiger Bruder Walter, mit andern Brüdern Augu-stiner Ordens, nieder. Walterstarb im I. ,iz6. den 27. Febr. im Gerücheder Heiligkeit. Nachher, im I. 1188 , führte Churfürst Philipp V0N Heinsbergdie ersten Cisterzienfer Mönche ans dem Kloster Hcmmmrode auf diesen rauhenBerg. Es war ihnen aber zu kalt; und ungefehr vier Jahre nachher wanderten siein das nahe gelegene Thal Heisterbach, wo ihre Nachfolger, in der berühmten Ab-tey, die den Geschichtschreiber Cäsarius hatte, noch wohnen.

B Dritte

Hnssitenkrieg bcystand; nachher aber der unglückliche Rupprecht, ein geb. Pfalzgraf bey Rhein,(v. -462 bis 1478.) durch seine Erpressungen und Plünderungen. Unter Hermann I V. von Hessen,(v. 1480 bis rzc-8.) Philipp von Oberstem, (v. 150z bis -z-z.) Oermann V. von Wied, (v. izi;bis 1547.) Adolf III. von Schauenburg und den folgenden, erholte es sich wieder. Aber durch dieTruchseßischen Unruhen, und darauf im XVII. Jahrhundert unter Ferdinand I. (v. »si- bis,6ec>.) Maximilian Heinrich (v. iszo bis 1688.) und Joseph Clemens (v. i «8L bis 177z.) mußte esvieles leiden.