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II. Heft (1785) [Mit sechs Prospekten]
Entstehung
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Wasser an. Ehe die Waare in den Ofen kommt, wird sie auf plattedreyeckigte Füsse gestellt, welche nur einmal gebraucht werden können; dennsonst dacht die Waare an. Die Füsse werden auf folgende Art gemacht:Erst formt man runde Kuchen, und dann schneidet man mit einem Messeraus zween übereinandergelegten drei) Stücke nach der Rundung heraus,so daß der runde Kuchen eine Gestalt wie drey Sicheln bekommt, nemlichan drey Ecken, damit man die darauf gestellten Krüge wieder anfassenkann.

Dann läßt man sie ein wenig trocknen, sondert sie ab, und legt sieunter die Waare. Sie können nur einmal gebraucht werden; denn sonstwerden sie zu Glas, und kleben an der Waare fest.

Der Ofen ist ungefehr 20 Fuß lang und 7 Fuß hoch und hat 9 Zug/zöcher, eben so, wie jener zu Törmestein. Es werden ungefehr fünfKlafter Holz ihn zu heitzen erfordert. Herr Knötchen liefert seine Waareuach Amsterdam, Londen, Hamburg, u.s. w.

Zu Gelsdorf ist auch noch eine solche, fast eben so starke Fabricke,welche dem Jungbecker zugehört. Ferner sind auch solche Fabricken zuOhndorf und Erstdorf.

Die Herrschaft Gelsdorf ist Jülichsch, aber das Schloß ist Kurköl-nisch. Herr von Graben hält sich meistens in Bonn auf, in den schönenJahrezeiten aber einigemal bey sechs Wochen auf seinem Landhause zu Gels,dorf. In seiner Abwesenheit wird es von einer Haushälterin bewohnt,und im Stande erhalten»

Bey dem Freundschaftlichen Herrn Richter Custodiö blieb ich bis desNachmittags um sUhr, da ich auf Eckendorf -Stunden von Gclsdorf,auf Kirchdong 2 Stunde von Eckendorf rechts. Zu Kirchdong waren dieAepfelbäume jetzt in der schönsten Blühte, da sie am Rhein schon den iEblühten. Von Kirchdvng ist es noch eine Stunde auf die KurpfälzischePoststazion Remagen. Der Weg dahin, gehr durch den angenehmstenWald von der Welt. Ungefehr gegen 8 Uhr war der harmonische Gesangder Nachtigallen so stark, daß ich ganz entzückt wurde. Man kommt,deym Apollinarisberge den Berg herunter, wo die schönste Aussicht von der

Well,