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II. Heft (1785) [Mit sechs Prospekten]
Entstehung
Seite
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Jahrhundert war er, wie gedruckte Nachrichten beym Tabernämontanusausweisen, wenigstens bekannt. Petrus Holzemius, ein Kölnischer Arzt,schrieb zu Ansang des vorigen Jahrhunderts einen Traktat davon, undHr. Gradler, ein Arzt in Bonn in dieftm Jahrhundert desgleichen, welcherim I. 1755. in Bonn gedruckt worden. Der Brunnen liegt im Thale.Er ist mit einer Kupole bedeckt, welche nach einer Seite auf 4 Toskanftschen Säulen, auf der andern auf einer Mauer ruht. Von der Basisder Säulen gehen vier Stufen bis zum Becken des Brunnens, welcheszwar oval, aber an vier Seiten rund ausgeschweift ist. Das Wasserwallt beständig aber ganz gelinde; nur zuweilen kömmt eine grosse Luftblaseheraus. Es hat einen nicht unangenehmen vitriolischen Geschmack; wenn man esmit Wein vermischt, schmeckt es noch angenehmer, braust ein wenig mitdemselben auf, wirst Luftbläschen, und haucht einen feinen Aecher aus, denman in den Augen und in der Nase fühlt, der die Zunge prickelt, und, wie ichbemerkt habe, die Nerven stärkt. Vermischt man erst Wein und zerstossenenZucker, und gießt dann Tönnesteiner Wasser hinzu, so fängt es so stark anzu brausen, daß es zischt, einen Schaum, so weis wie Milch setzt, und ausdem Glase heraus wallt, wenn man es zu voll schüttet. Vermischt mandieses Tönncsteinwasser mit einem Aufgusse von Thee, so wird es schwarz-braun, zum Beweise,,daß es Eisenvirriol hält. Hierzu sind auch noch andreGründe; denn der Brunnen selbst und besonders der Ausflus desselben, sindmit einem fetten rothen Schlamm überzogen, welcher nichts anders als einEisensasran ist, der auch eben so zu Boden fällt, wenn man Eisenvitriol inWasser anstößt. Ferner giebt es z Stunde ober Tönnestein Ducksteinbrüche,die sich von dem Kloster an durch einen Bcrgschlund erstrecken; daselbst findetman zwischen dem Duckstein Schichten von einem bröckNchten rothen Steine,ferner eine Art Sauerwasser, das die Brüche herunter rinnt, und einenglänzenden rothen Schlamm hinterlaßt. Endlich ist auch in dem Tönne-steinwasser ein Salz; dieß muß nothwendig eine Säure sepn, denn man weiß,daß sich das Eisen durch alkalische Salze praecipitirt. Eben dieses Salzmuß die Ursache se»n, daß das Marmorne Becken des Brunnens angefres-sen ist. Von welcher Art aber diese Säure ftp, wage ick nicht zu bestim-men. Der Vitriol dieses Brunnens überzieht die Schöpfkrüge und dieTrichter Mit einer schönen Goldsarbe.

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