Letzteres ist das schlechteste, weil es saft- und kraftlosist; es ist das aufgeklärte. — Vielleicht thue ichaber der guten Stadt Hamburg Unrecht; dieStimmung, die mich beherrschte, als ich dort einigeZeit lebte, war nicht dazu geeignet, mich zu einemunbefangenen Beurtheiler zu machen; mein inneresLeben war brütendes Versinken in den diistern, nurvon phantastischen Lichtern durchblitzten Schachtder Traumwelt, mein äußeres Leben war toll,wüst, cynisch, abstoßend; mit einem Worte, ichmachte es zum schneidenden Gegensatze meines in-nern Lebens, damit mich dieses nicht durch seinÜbergewicht zerstöre. Ja. amios, es war ein großesGlück für mich, dass ich just aus dem Philosophie-Auditorium kam, als ich in den Cirkns des Welt-treibens trat, mein eignes Leben philosophischkonstruieren konnte und objektiv anschauen — wennmir auch jene höhere Nuhe und Besonnenheit fehlte,die zur klaren Anschauung eines großen Lebens-schauplatzes nöthig ist. Ich weiß nicht, ob du michverstanden; wenn du einst meine Memoiren liestund einen Hamburger Menschcntross geschildert fin-dest, wovon ich Einige liebe, Mehrere hasse unddie Meisten verachte, so wirst du mich besser ver-stehen; jetzt möge das Gesagte nur dazu dienen,einige Äußerungen in deinen lieben Briefen zu be-
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