Vorwort des Herausgebers.
Indem wir nachfolgend die chronologisch ge-ordnete Korrespondenz Heine's zum ersten Maleder Öffentlichkeit übergeben, sind wir uns bewusst,einen wichtigen Beitrag zur Charakteristik desDichters und seiner Bestrebungen, sowie zur Ge-schichte der jüngstverflossenen Literaturepoche zuliefern. Wenn es, trotz aller aufgewandten Mühe,auch nicht möglich war, in den Besitz sämmtlicherBriefe zu gelangen, die Heine geschrieben hat, sowird doch schon in der vorliegenden Korrespondenzkaum eine wesentliche Lücke bemerkbar sein, undspätere Nachträge werden nur hie und da dem infesten Kontouren hervortretenden Bilde noch einigeausmalende Lichter und Schatten hinzufügen kön-nen. Es ist hier nicht der Ort, auf die Resultatecinzugehn, welche sich für die Beurtheilung desDichters aus diesem seither unbekannten Materialergeben; nur so Viel mag angedeutet werden, dassaus der bis ins gleichgültigste Detail sich erstrecken^den Übereinstimmung der verschiedenen Briefe einegewissenhafte Wahrheitsliebe hervorgeht, wie siediesem Schriftsteller von Freund und Feind bisherselten zuerkannt worden ist.