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man einen Verleger sucht. Es ist hier der Gebrauch,dass der Schriftsteller der Buchhandlung einen schrift-lichen Antrag macht. Wollen Sie, dass ich Diesesbei einigen hiesigen Buchhändlern in Ihrem Namenthue, so geben Sie mir dazu den bestimmten Auf-trag. Ich rathe Ihnen aber, schreiben Sie lieberselbst von Münster an bekannte hiesige Buchhand-lungen und bemerken denselben, dass Sie mir denAuftrag gegeben, noch besonders mit ihnen zu spre-chen über Ihre Anträge, sowohl des „Periander's"als der Zeitschrift. — Ich hoffe, dass Sie mich trotzmeines konfusen Schreibens verstanden haben. DasVerlegersuchen gehört zu den Anfängen des schrift-stellerischen Martyrthums. Nach dem buchhänd-lerischen Verhöhnen und dem Jnsgesichtgespnckt-werden kommt die theegesellschaftliche Geißelung,die Dornenkrönung dummpfiffigen Lobs, die literatur-zeitungliche Kreuzigung zwischen zwei kritisiertenSchächern — es wäre nicht auszuhalten, dächteman nicht an die endliche Himmelfahrt!
Ich hoffe, dass Ihnen in der Verlegernoth derLegationsrath Varnhagen v. Ense nützlich sein wird,wenn Sie ihn ebenso als nachhelfenden Buchhändler-besprecher gebrauchen wollen. Er ist ein Mann,dessen 'äußere Stellung, Charakter, Kritik undLoyalität das höchste Vertrauen verdient, dessen