sten verborgen war. Aber wo der wahre Dichterauch sei, er wird gehasst und angefeindet, die Pfen-nigsmcnschen verzeihen es ihm nicht, dass er Etwasmehr sein will als sie, und das Höchste, was ererreichen kann, ist doch nur ein Martyrthum. Tiefergriffen haben mich die bedeutungsvollen Worte,die Sie im „Anzeiger" über meine Gedichte ausge-sprochen; ich gestehe es, Sie sind bis jetzt der Ein-zige, der die Quelle meiner dunklen Schmerzen ge-ahnt. Ich hoffe aber, bald ganz von Ihnen ge-kannt zu werden; vielleicht gelang es mir, in mei-ner nächsten poetischen Schrift den Passepartout zumeinem Gcmüthslazarcthe niedergelegt zu haben.Ich werde dieses Büchlein bald in Druck geben,und es wird zu meinen größten Seelenfrcudcn ge-hören, wenn ich es Ihnen mittheile; eigentlich sindes doch nur Wenige, für die man schreibt, beson-ders wenn man, wie ich gcthan, sich mehr in sichselbst zurückgezogen. Dieses Buch wird meine klei-nen malitiös-scntimentalen Lieder, ein bildervollessüdliches Romanzendrama und eine sehr kleine nor-disch düstre Tragödie enthalten. Thoren meinen,ich müsste wegen des westfälischen Berührungs-punkts (man hat Sie bisher für einen Westfalen ge-halten) mit Ihnen rivalisieren, und sie wissen nicht,dass der schöne klar leuchtende Diamant nicht vcr-
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