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19 (1863) Briefe : Th. 1
Entstehung
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plar der Traucrspicle verehrte. Ich hoffe, Sie wer-den dieses eigenmächtige Verfahren nicht missbilligcn;die gute Frau hat ehrlich Wort gehalten, zur Ver-breitung der Tragödien beizutragen, obschon Das,was sie in mehreren Zeitungen, besonders im Leip-ziger „Konversationsblatte" darüber schrieb, auchehrlich flach ist; sie hatte eine bessere Ncccnsionderselben an Müllner geschickt, die Dieser bloß be-nutzt zu seinem Wischiwaschi. An eine AufführungIhrer Tragödien auf dem hiesigen Theater glaubeich nicht; sie sind zu gut. Mein Freund Köchy,der nächstens im „Konvcrsationsblattc" über IhreTragödien etwas Besseres sagen wird, hat einExemplar derselben, das ich ihm auf einer Reisenach Braunschweig mitgegeben, dem dortigen Di-rektor Klingemann mitgctheilt und von Demselbendas Versprechen erhalten, den „Petrarcha" aufzu-führen. — Mein Brief würde zu lang werden,wenn ich Ihnen ausführlich erzählen wollte, wiesehr hier Ihre Tragödien gefallen, wie sie gepriesenworden, kritisiert und getadelt — von Dichterlin-gen. Letztcrc sind die natürlichen Feinde der gutenDichter, und dieses Geschmeiß wird nicht erman-geln, Ihren schönen Lorbcr anzufressen. Sie habenbis jetzt noch das besondere Glück gehabt, dass, indem obskuren Münster, Ihre Persönlichkeit den Mei-