eine kleine Piere über Goethe und Pustkuchen vonIhnen angezeigt. Sagen Sie doch an Schulz undWundermann, dass man sie mir gleich herschicke.
Ihre „Gedichte" haben mich nicht befriedigt;denn ich las die Tragödien früher. Ein andermalmehr über diesen Punkt, der vielleicht greller aus-sieht, als er ist. Es ist Vielen so gegangen, undich sage es Ihnen offenherzig, weil ich Sie für denMann halte, dem man seine Meinung ohne Um-schweife sagen kann. Aber wie wäre es mir mög-lich, das ganze große Foliolob Ihrer Tragödien ansdiesem Qnartblättchen niederzuschreiben! Ich mussdieses schöne Geschäft mir aber doch vorbehaltenfür eine schönere Zeit, wo mich nicht Krankheit sosehr niederdrückt wie jetzt. Empfangen Sie nur vor-läufig meine heilige Versicherung, dass ich Sie nächstOchlenschlägcr für den besten jetzt lebenden Dra-matiker halte (denn Goethe ist todt). Ich werdenie den schönen Tag vergessen, wo ich Ihre Trauer-spiele erhielt und las und halb freudetoll allenFreunden davon erzählte. Die laue Anzeige der-selben im „Gesellschafter" von Varnhagen v. Ensehat mir missfallen; ich hatte anders mit ihm ge-wettet. — Einen Gruß muss ich Ihnen bestellenvon einer Ihrer Verehrerinnen, der Frau v. Ho-henhausen, der ich in Ihrem Na m e n ein Exem-