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19 (1863) Briefe : Th. 1
Entstehung
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Ich habe mich ganz an den Komment des Ari-stoteles gehalten, und habe seine Mensur in Hin-sicht des Orts, der Zeit und der Handlung ge-wissenhaft angenommen. Ich habe ferner auchgesucht, etwas Poesie in meine Tragödie zu brin-gen; freilich nicht so viel als imCervantes" vonHofrath G. Döring. Über meine Gedichte nächstens.

Du siehst, mein guter Steinmann, dass ich, gegenmeine Gewohnheit, Viel auf einmal gedichtet habe.Von dir hoffe ich Dasselbe zu hören. Mit wie viel'hundert Stanzen ist deine Muse niedergekommen?Sind die Kindlein wohlgestaltet? Schone nicht daskritische Ampntiermesser, wenn's auch das liebsteKind ist, das etwa ein Buckelchen, ein Kröpfchenoder ein anderes Gewächschen mit zur Welt ge-bracht hat. Sei streng gegen dich selbst; Das istdes Künstlers erstes Gebot. Ich glaube, dir hierinoft ein Beispiel gegeben zu haben. Mit unsermPoeten"") geht's, Gottlob! recht gut. Er hatbisher, wie du weißt, mit der Muse in wilderEhe gelebt, hat mit seinem Gassenmensch, der Ds-irmAOAm, manchen Wechselbalg gezeugt, und wenner ja mal die ächte Muse schwängerte, so hatte er

*) Unter dieser Bezeichnung ist Johann Baptist Rous-seau gemeint, mit welchem Heine in Bonn studierte.