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6 (1828)
Entstehung
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Matth. 1.

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gekommen sey nach der Verheissung, welche dem Abraham und Da-vid geschehen: also will Lucas darthun, daß eben dieser Christus nichtallein für die Juden gehöre, (wie sie wol, durch Haß und Neid ver-blendet, dencken,) sondern auch selbst für Adam und seinen Saamen,das ist für alle Völcker der gantzen Welt. Eben dieses sagen auchnachgehends alle Propheten deutlich, und eben die Verheissung, sodem Abrabam gescheben, erklaret es zur Gnüge, wenn es heißt:Alle Völcker sollen in deinem Saamen gesegnet wer-den, I.Mosi 12,3. Was wird hier ausgeschlossen? Alle Völckerwerden ja darinnen begriffen. Dieses allein wird ausgeschlossen, daß'Abraham nicht durch den Saamen aller Völcker, sondern im Gegen-teil alle Völcker durch den Saamen Abrahams sollen gesegnet wer-den. Ist Gott nicht auch derer Heyden Gott? Ist er allein dererJuden Gort? Rom. 3, 23.

Matthäus 2.

Von der Offenbarung Christi.

^um ersten laßt sich dieses gantze Capitel in zwey Hauptpuncte ab-theilen, in die Offenbarung und Verfolgung Christi. Denn diesezwey Stücke handelt St. Matthaus hierinnen ab. Die Offenba-rung Christi war nöthig, weil man nach demjenigen, was man nichtweiß, kein Verlangen, und ein unbekanntes Geschenck keinen Nutzenhat. Es halte uns nichts geholfen, daß Christus geboren worden,wenn er wäre verborgen geblieben. Das ist also die Ursache, warumwir dieser Geschichte zu Ehren ein Fest feyern, auf daß wir nemiichfür dieses Gesckencke, oder Wohlthat und Erscheinung, danckbar undderselben eingedenck seyn sollen.

Hier kann einer, wer darzu Lust hat, seine Beredsamkeit zei-gen, und diese Wohlthat der Offenbarung rühmen, von ihrer Noth-wendigkeit, von ihrer Nutzbarkeit, Lieblichkeit, Wirckung und Früch-ten, und im Gegentheil anführen, wie jammerlich es würde gewesenseyn, wenn Christus verborgen geblieben wäre, und was es vor Ge-fahr, vor Elend und gantz widrige Wirckungcn und Folgerungen nach