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2 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 2
Entstehung
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Z4 Vorschlag, wie der Theurung des Korttv

wir bis zur Erndte für uns selbst sorge». Ja wir kön-nen unfern Vorrach den minder glücklichen Nachbarn soviel theurer verkaufen. Unsre großen Meyer haben auchnoch Vorrath; wird das Land geschlossen, und der Brand-teweinskessel zugeschlagen so muß der Preis wohl her-unter gehen. Wir wollen allenfalls den Beamten dieOhren so voll schreyeu, daß sie diese Kornwürmer einmalheimsuchen, und sie zwingen sollen zu verkaufen :c. DerMüller hat gedacht! Warum soll ick Korn anfscbütteu?Die Herrschaft wird etwas ans der Fremde kommen las-sen, und solches wenigstens ohne Vorcheil, wo nicht mitSchaden, verkaufen. Dann sitze ich da, und mag dieWürmer füttern. Und der Kaufmann hat schon in sei-nem Geiste den Beamten Hönisch vorgeworfen: Daskommt von euren guten Anstalten; nicht zufrieden damit,daß die Brandteweinskessel versiegelt und die Ausfuhr ausdem Lande verhindert worden, wollt ihr sogar die Aem-tcr und Kirchspiele schließen; ihr wollt die Fuhren, umKorn aus derFremds zu holen, umsonst gebrauchen; ihrwollt euer oder des Landes Geld ohne Zinsen dazu ver-wenden; ihr wollet den Roggen ausborgen; ihr könnetZollsreyheireu erlangen. Da wage es ein Kaufmann,sich in diese Kornhandlung zu mischen. Wo die Um-stände so gelegen haben, wo der Landmann seinen Vor-rath aufs theuerste verkauft, und seine geringen Neben-wohner in der Hoffnung, die Landesherrschaft werde sieschon versorgen, Brodlos laßt: da ist es so natürlich alsvernünftig, daß die Obrigkeit zutrete, und die Erwar-tung der Armuth so viel als möglich erfülle.

Aber ich sage, die Lage würde nie so kommen, wennjenes Gesetz immitten, und jedermann vollkommen sicherwäre, daß der Kornhandel nie durch irgend eine mächtigeHand eingeschränket werden könnte. Wann eine Landes-herrschaft noch Korn erhalten kann: so kann es auch derKaufmann bekommen; und da die sogenannten Preiskou-

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