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Konnte unter den Umstanden, die den Ereignissen vorangingen,welche die letzte Krisis herbeiführten, die Neigung des Zinsfußeszum Sinken sich dennoch so beharrlich zeigen, so darf man eine umso raschere günstige Entwickelung unter der Fortdauer des gegenwär-tigen Zustandes erwarten, in welchem zwar ein Land, das für denCapitalmarkt des übrigen Europa's eine bedauerliche Wichtigkeit er-langt hat, noch weit entfernt von dem Ziele der Beruhigung bleibt,an die sich das Interesse zahlreicher getauschter Gläubiger knüpft,allein im klebrigen die entschieden friedliche Politik der großen Machtedie Erhaltung des europaischen Friedens verbürgt.
Wollen die Regierungen günstige Momente ergreifen, so werdensi e sich je nach der Große ihrer Zinsenlast, und je nachdem sie dasbisherige Sinken des Zinsfußes bereits zu benutzen im Stande oderdaran verhindert waren, sich höchstwahrscheinlich schon in der ganznahen Zukunft eine mehr oder minder beträchtliche E> leichterung oderdie Mittel verschaffe», durch nützliche Unternehmungen, ohne neueBelastung der Steuerpflichtigen, die Quellen der öffentlichen Wohlfahrtzu vermehren.
Zwar kann auch mitten im Frieden und bei andauernd rascherCapitalanhaufung die Nachfrage nach Capitalien zu productiveuZwecke» in solchem Verhältnis wachsen, daß der Zinsfuß in seinemSinken aufgehalten, oder selbst gesteigert wird. Obwohl man abergegenwärtig fast allerwärts einer ungemeine» Regsamkeit im Feldeder Industrie sich erfreut, die gesellschaftlichen Verbindungen zugroßen Unternehmungen selbst in Ländern, wo sie früher kaum ge-kannt waren, sich vervielfältigen, und ein lebhaftes Strebe» nachVerbesserungen in allen Zweigen der Produktion fortdauernd mit Re-sultate» belohnt wird, die bald in diesem, bald in jenein Gebiete Ge-legenheit und Reiz zu neuen Capitalanlagen geben, so mochten wirdoch auch hierin und insbesondere in allen Unternehmungen der Pri-vatindustric auf ihrem eigenthümlichen Gebiete kein längerdauerndes Hindernis des tiefern Sinkens des Zinsfußes erblicken.