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von denen wir durch das Gesetz Mose nicht losgesprochen wer,den konnten." Denn bestehet die Gerechtigkeit in der Beobach-tung des Gesetzes : wer kann es dann läugnen, daß Christusindem er für uns dieser schweren Forderung ein Genügethat, und uns Gott so versöhnte, als hatten wir das Ge-setz erfüllt, die Gnade uns verdient habe? In dieser Be-ziehung schreibt er auch im Briefe an die Galater „Gottsandte seinen Sohn, und unterwarf ihn dem Gesetze, damiter die, welche unter dem Gesetz waren, erlösete." Auswelchem andern Grunde aber wurde er unter das Gesetzgethan, als um uns die Gerechtigkeit zu erwerben, indem ererfüllte, was wir nicht zu leisten vermochten? Daher jeneZurechnung der Gerechtigkeit ohne Werke wovon PauluSsagt, daß uns die Gerechtigkeit zugerechnet werde, welcheallein in Christo gefunden wurde. Aus keinem andern Grundewird auch der Leib Christi unsere Speise genannt ^), weilwir in ihm das Leben haben. Diese Kraft kommt aber nurdeßhalb von ihm, iveil er, der Sohn Gottes, um uns dieGerechtigkeit zu erwerben, gekreuzigt wurde, wie Paulusin den Worten bezeuget^): „Er hat sich selbst dargcgcbenfür uns Gott zum süßen Geruch." — und dann: „Er istum unserer Sünden willen gestorben, und zu unserer Recht-fertigung aufcrwecket." Daraus geht hervor, daß uns durchChristum nicht bloß die Seligkeit erworben, sondern daß derVater um seinetwillen nun uns gnadig ist. Denn unleug-bar ist in ihm die Verheißung völlig erfüllet, die Gott durchJesaias unter Vorbildern verkündigen ließet „um meinet-willen und um meines Knechts David willen werde ich hel-fen." Zu diesen Worten liefert der Apostel die Erklärung,wenn er spricht „es werden euch die Sünden vergebendurch seinen Namen." Denn obgleich Johannes Christumuicht ausdrücklich nennt, so bezeichnet er ihn doch, seinerGewohnheit nach, durch das Fürwort«ürös d.i. „Er selbst."
k) Kap. 4, 4. 2) Rom. 4, 5. 6. 3) Joh. 6, SS. 4) Eph. S. 2.S) Rom. 5, 24.