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Erlösung erworben." Wenn er nun weiter folgert„wirktdas Blut der Kälber und Böcke zur äußerlichen ReinigungAm wie viel mehr wird das Blut Christi das Gewissen vonden todten Werken reinigen!" — so erhellet, daß wirdie Gnade Christi all zu sehr herabsetzen, wenn wir seinemOpfer nicht die Kraft beilegen, zu entsündigen, zu versöh-nen und zu rechtfertigen. Deßhalb fügt er auch sogleichhinzu-): „Er ist der Mittler des Neuen Testaments, sodaß durch seinen Tod, den er litt zur Vergebung der vo-rigen Uebcrtrctungen, die unter dem Gesetz unversöhntblieben, diejenigen das verheißene ewige Erbe empfahcn,die berufen sind." Vornämlich müssen wir aber den ähnli-chen Ausspruch Pauli erwägen^): „Christus sey ein Fluchfür uns geworden :c." Denn es war übcrflüßig und so-gar widersinnig, Christum dem Fluche zu unterwerfen, wenner nicht für Andere die Schuld bezahlend, ihnen die Gerech-tigkeit erwarb. Einen deutlichern Beweis dafür enthaltenauch die Worte des JesaiasH: „die Strafe lag auf Christo,auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sindwir geheilt worden." Denn hätte Christus nicht für un-sere Sünden genug gethan, so würde nicht gesagt werden,er habe Gott dadurch versöhnt, daß er die Strafe, die wirzu leiden hatten, auf sich nahm. Hiermit stimmt auch dasFolgende übcrein: „wegen der Missethat meines Volks habeich ihn zerschlagen." Dazu komme noch der Ausspruch Pc-tri, der keinen Zweifel übrig läßt^): „Er hat unsere Sün-den gelragen am Kreuz." Er sagt, daß die Last des Fluchs,von dem wir befreit sind, auf Christum gelegt worden sey.
5. Mit ganz klaren Worten bezeugen auch die Apostel,daß Christus zu unserer Befreiung von der Schuld des To-des, das Löscgeld bezahlt habe. So sagt Paulus P: „wirwerden gerechtfertigt aus seiner Gnade, durch die Erlö-sung, die in Christo ist, welchen Gott zu einem Gnaden-
1) A. lZ. 14. 2) V. 15. 3) Gal. 3, 13. 4) Kap. 53, 5. S. 5) 1Pet. 2, 24. k) Röm. 3, 24. 25.