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folgenden Ausspruche des Apostels wohl bemerken'): „g l c i chwie durch Eines Menschen Ungehorsam VieleSünder geworden sind, so werden auch durchEines Gehorsams Viele gerecht." Der Sinn dieserWorte ist nämlich: wie wir durch die Sünde Adams vonGott entfremdet und zum Verderben bestimmt sind, so wer-den wir durch den Gehorsam Christi als Gerechte wiederzu Gnaden angenommen.,
4. Wenn wir indessen sagen, daß uns durch ChristiVerdienst die Gnade erworben sey, so verstehen wir dasso: daß sein Blut uns gereinigt habe, und sein Tod dieVersöhnung für unsere Sünden gewesen sey. „Sein Blutmacht uns rein von der Sünde/") „Dieß ist das Blut,welches vergossen wird zur Vergebung der Sünden/") Istdieß die Wirkung seines vergossenen Blutes, daß uns un-sere Sünden nicht zugerechnet werden: so folgt daraus,daß hiedurch dem göttlichen Gerichte ein Genüge geschehen.Dahin gehören die Worte des Täufers-): „Siehe, das istGottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt!" Er setzt näm-lich Christum allen Opfern des Gesetzes entgegen, um zu zeigen,daß in ihm allein alles erfüllt sey, was jene vorbildeten.Moses sagt oftmals: das Unrecht wird versöhnt, die Sündevertilgt und vergeben werden. Aus den Vorbildern desGesetzes lernen wir am besten die Kraft und Wirksamkeitdes Todes Christi kennen. Und darauf gründet sich, wasder Apostel in dem Brief an die Hebräer aussprichtH: „ohneBlutvergießen geschehe keine Vergebung;" — woraus erden Schluß zieht: „Christus ist einmal erschienen, um durchdas Opfer seines Leibes die Sünde zu versöhnen, und hatsich einmal geopfert, um die Sünden Vieler hinwegzunch-men." Vorher hatte er gesagt °): „nicht mit dem Blut derBöcke und Kälber, sondern mit seinem eigenen Blut sey ereinmal in das Heilige eingegangen, und habe eine ewige
1) Kap. 5, lg. 2) t Iah. 1, 7. 3) Matth. 2s, 28. 4) Iah. 1, 2?-5) Hebr. 8, 22. 2s. 23. s) V. 12.