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die erste Ursache und der Ursprung der Erlösung; dar-auf folgt der Glaube an Christum, als die zweite odernähere Ursache. Wollte Jemand sagen, daß Christus bloßdie formale Ursach sey: so vermindert er seine Kraft mehr,als die Worte zulassen. Denn wenn der auf Christum sichgründende Glaube es ist, durch den wir gerecht werden:so müssen wir den Grund unseres Heils in ihm suchen, wieans mehreren Schriftstellen deutlich hervorgeht: ,,Nichtdaß w ir G o tt z u er st g clieb t haben, sondern eruns zuvor geliebt hat, und seinen Sohn gesandtzur Versöhnung für unsere Sündcn."H DieseWorte beweisen zur Genüge, daß Gott, um hinwegzuräu-men, was den Zugang zu seiner Liebe gegen uns verhin-derte, in Christo die Art der Versöhnung beschlossen habe.Und von großem Gewicht ist hier das Wörtlein „Versöh-nung": denn Gott war zn der Zeit, da er uns liebte,auf eine unaussprechliche Weise uns feind, bis er versöhntwurde in Christo. Das bezeugen folgende Anssprüche. Zu-erst"): „Er ist die Versöhnung für unsere Sün-den." Ferner 2): „Es hat Gott gefallen, alle Men-schen durch ihn mit sich zu versöhnen, indem erdurch sein Kreuzesblut Fridcn stiftete durch ihnselbst :c." SodannH: „Gott war in Christo, undversöhnte die Welt mit ihm selber, und rechneteden Menschen ihre Sünden nicht zu." Weiter°):„Er hat uns begnadigt in seinem geliebten Soh-ne." Endlich °): „daß er beide, zu Einem Leibe ver-söhnte mit Gott dnrch das Kreuz." Den Grund die-ses Geheimnisses finden wir in dem ersten Kapitel des Brie-fes an die Ephcser, wo Paulus, nachdem er gelehrt hat,daß wir in Christo anscrwahlt worden, zugleich hinzusetzt,daß wir in demselben die Gnade erlangt hätten. Wie an-ders konnte Gott denen, die er vor Anbeginn der Welt
1) 1 Ich. 4, la. 2) l Joh. 2, 2. z) Kol. l, 19. :c. 4) 2 Kor. 5,19. 5) Eph. 1, 6. 6) Eph. 2, 15.