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Kapitel XVII.
„Mit Recht und im eigentlichen Sinne d?s Wortes wird gesagt,Christus habe uns Gottes Gnade und die Seligkeit durch seinVerdienst erworben."
1. Auch dieses mag als Zugabe noch erwiesen werden.Denn es giebt einige Kluglinge, die zwar zugestehen, daß wirdie Seligkeit durch Christum erlangen, aber das Wort „Ver-dienst" nicht gelten lassen, weil durch dasselbe, wie siemeinen, die Gnade Gottes verdunkelt werde, und die alsoChristum nur als einWer kz eng oder einen Heils dien ererkennen, nicht aber als den Gründer des Heils oderFürsten des Lebens, wie Petrus ihn nennt. HWollte man freilich Christum ohne weiteres dem GerichteGottes entgegenstellen: so kann, meiner Meinung nach,nicht von einem Verdienst die Rede seyn, weil in keinemMenschen eine solche Würdigkeit angetroffen wird, die beiGott etwas zu verdienen vermag; vielmehr, wie Augustinnsganz richtig bemerkt °), „das hellcste Licht der Erwahlungund Gnade ist der Heiland, der Mensch Christus Jesusselbst, daß er dieses ist, hat sich durch keine vorhergehendenVerdienste guter Werke oder des Glaubens die menschlicheNatur in ihm erworben. Oder man beweise, wie jenerMensch es verdient habe, von dem, mit dem Vater gleichewigen, Wort in eine Person aufgenommen und der ein-geborene Sohn Gottes zu werden. Unser Haupt werdealso erkannt als die Quelle der Gnade, die sich von daher,nach eines Jeglichen Maaß, über alle seine Glieder ergießt.Durch diese Gnade wird jeder vom Beginn seines Glaubensan ein Christ, wie jener Mensch von seiner Geburt anChristus ward." Eben so sagt derselbe anderswo^): „das
Upgsch. 3, 15. 2) cle sanCt. lil). 1. 3) c?s kvnc»