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19. Wenn wir nun unser ganzes Heil in Christo ver-eint finden, so dürfen wir auch nicht das kleinste Thcil-chen desselben anderswo herleiten wollen. Suchen wir Heil,so sagt uns der Name „Jesus," daß es bei ihm allein zufinden sey. Verlangen wir nach andern Gaben des Geistes,wir finden sie in seiner Salbung; wollen wir Stärke, sieist in seiner Herrschast; Reinheit, sie ist in seiner Empfäng-niß; Vergebung und Nachsicht, sie beut sich dar in seinerGeburt, durch welche er uns in allem gleich geworden ist,auf daß er mit unserer Schwachheit Mitleiden haben könnte.In seinen Leiden haben wir Erlösung, in seiner Verur-theilung, Lossprechuug; in seiner Kreuzigung, Befreiungvom Fluch; in seinem Opfer, Genugthuung; in seinemBlute, Reinigung von Sünden; in seiner Höllenfahrt, Ver-söhnung; in seinem Begräbniß, Absterbung des Fleisches;in seiner Auferstehung neues Leben und Unsterblichkeit; inseiner Himmelfahrt, unser himmlisches Erbe; in seinemKönigreiche Schutz, Sicherheit und Fülle aller Gaben, undin seiner ihm gegebenen Richtergewalt, Freudigkeit auf denTag des Gerichts. Wenn endlich in Christo alle Schätzeder Weisheit und Gnade verborgen liegen, so müssen wirallein bei ihm und nicht anderswo sie schöpfen. Denn diesich nicht, allein an ihn halten, sondern ihre Hoffnung nochauf irgend etwas anderes setzen, verfehlen, auch wenn siesonst vornehmlich auf ihn Hinblicken', den rechten Weg desHeils, sobald sie mit einem einzigen Gedanken von ihmweichen. Dieses Mißtrauen kann sich jedoch da nicht ein-schleichen, wo man die überschwengliche Fülle seiner Seg-nungen einmal erkannt hat.