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Diesem widerspricht nicht, wenn Stcphanns in der Apostel-geschichte bezeugt, daß er ihn stehen sehe.") Denn nichtvon Leibesstcllung, sondern von seiner Herrscherherrlichkeitist hier die Rede; und sitzen bedeutet nichts anders, alsden himmlischen Herrscherthron einnehmen.
16. Mannichfaltige Frucht schöpfet hieraus der Glaube.Wir überzeugen uns erstlich, daß der Herr durch seineHimmelfahrt den Zugang in das himmlische Reich geöffnethat, welches durch Adam verschlossen war. Denn ist er inunserm Fleische, gleichsam unsere Stelle vertretend, in denHimmel eingegangen; so folgt daraus, was der Apostelsagt 2): „wir hätten gewissermaßen schon unsern Sitz imHimmel in Christo Jesu" — nämlich nicht, als wenn wir« den Himmel blos in Hoffnung erwarten, sondern wir be-sitzen ihn in unserm Haupte. Zweitens lernen wir daraus,daß er zu unserem großen Heile bei dem Vater lebt. Denner ist nicht eingegangen in das Heilige, das mit Händengemacht ist, sondern in den Himmel, wo er allezeit vordem Angeflehte des Vaters als unser Fürsprecher und Ver-mittler erscheint. Seine Gerechtigkeit wendet GottesBlick von unsern Sünden. Durch seine Vermittlung habenwir Zugang zu Gott als unserem versöhnten, barmherzigenund gnädigen Vater, da sonst derGedanke an ihn uns armesündige Menschen in Angst und Schrecken setzen würde.Drittens hält sich der Glaube an seine überschwenglicheKraft, die uns vollbcrcitet, stärkt und mächtig macht gegendie Schrecken der Hölle. Denn durch seine Erhebung inden Himmel hat er die Fesseln unserer Knechtschaft gelö-set*), die Feinde entwaffnet, die Seinigen bereichert, undsegnet sie täglich mit allerlei geistigen Gütern. Also, erthronet in der Höhe, um durch Mittheilung himmlischerGaben lind Kräfte zum geistigen Leben uns zu erneuern,durch seinen Geist uns zu heiligen, mit mancherlei Gnaden-
1) Kap. 7, 55. 2) Eph. 2, 6. 3) Hebr. 9, 12. 24; 7, 25. Röm. 8,34. 4) Eph. 4, 8. Ps- 63, 19.