mel aufgefahren, und ist nicht hier. Droben ist er zurRechten des Vaters; und hier auf Erden ist er; denn dieNahe seiner Herrlichkeit ist nicht von uns gewichen. Nachdieser haben wir Christum allezeit bei uns, hinsichtlich seinermenschlichen Natur aber sprach er mit Recht zu seinen Jün-gernH: mich habt ihr nicht allezeit. Denn nur kurze Zeiterfreute sich die Gemeine seiner leiblichen Gegenwart, nichtmit leiblichen Augen siehet, aber im Glauben hat sie ihn."
15. Darum wird sofort hinzugesetzt: „Christus sitzetzur Rechten des Vaters" — ein bildlicher Ausdruck, vonFürsten entlehnt, welche Diener zur Seite haben, denensie des Reichs - Verwaltung auftragen. So wird auch vonChristo, in welchem der Vater verherrlicht werden unddurch dessen Hand er regieren will, gesagt: „Er sey gesetztzur Rechten Gottes." Dieser Ausdruck bezeichnet seineErhöhung zum Herrn Himmels und der Erde, und die fei-erliche Uebernahme der vom Vater ihm anvertrauten Herr-schaft, die er so lange führt, bis er zum Gericht wiederkommt. So erklart sich der Apostel darüber^: „Der Vaterhat ihn zu seiner Rechten gesetzt, über alleFür-stenthümcr, Gewalt, Macht, Herrschaft undalles, was genannt werden mag, nicht alleinin dieser, sondern auch in der zukünftig en Welt,und hat alles unter seine Füße gethan und ihngesetzt zum Haupt über alles w." .Durch dasSitzen zur Rechten Gottes — wird also angedeutet,daß alle Kreaturen im Himmel und auf Erden seine Herr-lichkeit anerkennen, von ihm regiert werden, seines Win-rens harren, und seiner Herrschaft Unterthan seyn sollen.Und so oft die Apostel jenes Sitzen zur Rechten Gotteserwähnen, wollen sie nichts anders sagen, als daß Allesseiner Herrschaft untergeben sey. Darum irren diejenigen,die es bloß vom Genusse der höchsten Seligkeit erklären.
1) Matth. 26, 11. 2) Marc. 16, IS. Hebe. 1, 3. Phil. 2, S. 3)Eph.1, 20. 23.
Calvins Inst. 1r Bd. Z7