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die Kraft Gottes, die uns im Glauben bewahret, in derAuferstehung besonders sich offenbart. Deßhalb dürfen wirnicht vergessen, daß, so oft seines Todes erwähnt wird,auch seine Auferstehung mit einbegriffen werde, so wie um-gekehrt auch da, wo allein dieser gedacht wird, die Früchteseines Todes mit eingeschlossen sind. Weil aber Christusdurch die Auferstehung den Sieg errungen hat, und die Auf-erstehung und das Leben geworden ist, so behauptet Pau-lus"): „der Glaube sey vergeblich, die Predigtdes Evangeliums ohne Segen und eitel Trug,wenn wir nicht von der Auferstehung Christi festüberzeugt sind." So preiset derselbe Apostel in einerandern Stelle den TodJesu als die Schutzwehr wider die Schre-cken des Gcrichtsj, fügt aber, um seine segensreichen Folgenrecht bemerkbar zumachen, die Worte bei°): „ja vielmehr,der gestorben, ist auch auferwecket, und vertrittuns jetzt bei Gott als Mittler." Wie nun aber,uach obigen Bemerkungen, von der Theilnahme an ChristiKreuzestod die Ertödtung unseres Fleisches abhangt, soerscheint auch in seiner Auferstehung ein zweiter Segen, derjenem entspricht. Denn „darum — sagt der Apostels —sind wir Ihm zu gleichem Tode einverleibt, daßwir auch auferstehen, und in einem neuen Lebenwandeln." Und wie anderswo'') derselbe Apostel daraus,daß wir mit Christo gestorben sind, folgert, unsere Glie-der, die auf Erden sind, müssen absterben: so fordert er,weil wir mit Christo auferstanden sind, uns auf, zu su-chen, was droben, und nicht was auf Erden ist. DieseWorte enthalten nicht etwa bloß eine Ermunterung füruns, einen neuen Lebenswandel zu beginnen, nach dem Vor-bilde Christi des erstandenen, sondern geben uns die Versi-cherung, daß wir nur durch seine Kraft zur Gerechtigkeitwiedergeboren werden. Endlich drittens ist die AuferstehungJesu Christi Unterpfand und Siegel unserer Auferstehung,
1)1 Kor. 15,14.17. 2)Röm.8,34. 3)Röm.6,4.S. 4)Kol.3,1-S.