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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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kern zu Theil würde." In demselben Sinne sagtPetrus'):Er habe unsere Sünden getragen andem Holze" indem wir an dem Symbol des Fluchs deut-licher erkennen, wie die Last, die uns drückte, ihm aufgelegtworden. Keineswegcs aber dürfen wir uns das so denken,als ob der Fluch ihn wirklich überwältigt habe, vielmehrschwächte, brach und vernichtete er gänzlich dessen Kraft,indem er ihn auf sich nahm. Darum findet der Gläubigein Christi Verdammung seine Rechtfertigung, in dem Flnchc,der auf ihm lag, den Segen. Und der Apostel preiset mitRecht den Sieg, den Christus durch seinen Tod am Kreuzdavon trug, als wäre das schimpfliche Kreuz in einenTriumphwagen verwandelt. Er sagt^):Die Handschriftsey ans Kreuz genagelt, die wider uns zeugte, und die Ge-waltigen entwaffnet, und öffentlich im Triumph ausgeführt."Das ist auch nicht zu verwundern, da Christus wie einanderer Apostel zeugt ^), durch den ewigen Geist sich selbstgeopfert hat, woher diese Verwandlung der Dinge. Damitaber dieser Glaube recht tiefe Wurzel in unsern Herzenfasse und uns durchdringe, müssen wir immer des Opfersund der Reinigung gedenken, denn wir könnten nicht diegewisse Ueberzeugung haben, daß Christus unsere Erlösung,Versöhnung und Gnadcustuhl sey, wenn er nicht unserOpfer gewesen wäre. Daher wird auch so oft des BlutesChristi gedacht, wo die Schrift von der Art der Erlösungredet, wiewohl sein Blut nicht bloß zur Versöhnung floß,sondern auch gleich einem Wasserbade zur Reinigung vonunsern Sünden.

7. In dem Glaubensbckenntniß folgt nun:er sey ge-storben und begraben;" wo es wieder sichtbar wird, wie erüberall, um das Lösegeld für uns zu bezahlen, sich an un-sere Stelle gesetzt hat. Der Tod hielt uns in sein Jochgefesselt; uns davon zu erlösen, gab er sich an unser stattin dessen Gewalt. In diesem Sinne schreibt der ApostelJ:

1) 1 Mr. 2, 24. 2) Cot. 2, 14, IS. 3) Hebr. 9, 14. 4) Hebr.2,'9.