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dieser Sühnopfer andeuten, welche den, den Freveln gebüh-renden Fluch übernehmen und erdulden sollten. Was aberin den mosaischen Opfern nur vorgebildet wurde, gieng inChristo, dem Urbildc aller Vorbilder, in Erfüllung. Darumgab er, um die wahre Versöhnung zu vollbringen, wie derProphet sagt'), sein Leben dahin zu einem für die Sündegenugthucndcn Schuldopfer, damit die auf dasselbe gleich-sam gelegte Befleckung und Strafe uns nicht ferner zuge-rechnet werde. Noch deutlicher bezeugt dieß der Apostel,wenn er sagt: „Den, der von keiner Sünde wußte,habe Gott für uns zur Sünde gemacht, auf daßz wir in ihm würden die vor Gott geltende Gerech-tigkeit." Denn der Sohn Gottes, rein von jedem Fehl,„ahm unsere Sünde und Schmach auf sich, und bekleideteuns dagegen mit seiner Reinheit. Dasselbe scheint der Apo-stel anzudeuten, wenn er sagt'): „die Sünde sey in seinemFleisch verdammt worden." Nämlich der Vater vernichtetedie Sünde, indem der Fluch derselben auf das FleischChristi übertragen wurde. Dieser Ausspruch zeigt also an,Christus sey in seinem Tode als ein stellvertretendes Opferdem Vater geopfert, damit durch dieses Opfer seines Leibesdie Versöhnung vollbracht, und die Furcht vor Gottes Zornaus unserem Herzen vertilgt würde. Nun ist klar, wasder Prophet mit den Worten sagen will^): „Der Herrwarf unser aller Sünden auf ihn;" nämlich umuns von ihrem Unflath zu reinigen, ist er durch übertrageneZurechnung mit demselben bedeckt worden. Davon war dasKreuz, woran er geheftet ward, ein Symbol, wie derApostel mit den Worten bezeugt^): „Christus hat unserlöset von dem Fluch des Gesetzes, da er einFluch für uns ward (denn es steht geschrieben:verflucht ist jedermann, der am Holze hängt)damit Abrahams Segen durch Christum den Völ-
1) Ies. S3, 10. 2) Rom. 8, 3. 3) Zes. 53. 6. 4) Gal. 3, 13. 14.vergl. 5 Mos. 21, 23.
Calvins Inst. 1r. Bd. 36