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nnng der Seligkeit beraubt, von allem Segen Gottes aus-geschlossen, in des Satanas Gewalt, ein Knecht der Sünde,dem schaudervollsten Verderben bestimmt und schon hingege-ben gewesen; da sey Christus erschienen als Fürsprecherund Vermittler, habe die Strafe auf sich genommen undgelitten, was nach Gottes gerechtem Urtheil alle Sünderbedrohte, habe mit seinem Blute die Schuld, die sie Gottverhaßt machte getilgt; durch dieses Sühnopfcr sey derGerechtigkeit Gottes des Vaters ein Genüge gethan, durchdiese Vermittlung sein Zorn besänftigt, hierauf gründe sichder Friede Gottes mit den Menschen, und auf diesemBunde beruhe sein gnädiges Wohlgefallen gegen sie, sagt,wird er auf diese Weise nicht um so mehr ergriffen werden,je lebendiger das Bild des Elends vor seine Seele tritt,aus dem er gerettet ward? Kurz, weit wir nach dem Leben,das Gottes Barmherzigkeit uns vorhält, nicht wahrhaftverlangen, noch für dieselbe die schuldige Dankbarkeit be-weisen können, wenn nicht erst die Furcht vor GottesStrafe und dem ewigen Tode uns in Schrecken gesetzt undgedemüthigt hat; so empfiengen wir diese heilige Lehre, aufdaß wir, indem wir Gott ohne Christum gleichsam erzürntund seine Hand gegen uns gewaffuct erblicken, seine väter-liche Barmherzigkeit und Liebe nur in Christo ergreifenmögen.
Z) Obgleich aber die Schrift bei dieser Darstellung sichzur menschlichen Schwachheit herabläßt, so sagt sie dochkeine Unwahrheit: denn Gott der die höchste Gerechtigkeitist, kann an der Sünde, der wir allesammt unterworfensind, rein Wohlgefallen haben; vielmehr findet er in unsallen, was sein Mißfallen verdient. Also nach unserer ver-derbten Natur und hinsichtlich des hinzukommenden verkehr-ten Wandels sind wir alle in der That vor seinem Angesichtder Feindschaft gegen ihn schuldig und zur höllischen Vcr-dammniß geeignet. Weil aber der Herr was in uns seinist, nicht verderben will, so findet er an uns noch etwas,was er nach seiner Güte lieben kann: denn wie sehr wir