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selbst befleckt, aber in ihm Priester, uns und alles UnsereGott zum Opfer dar, und haben einen freien Zugang indas Heiligthum, so daß die Opfer unserer Gebete und Lob-preisungen Gott angenehm und zum Wohlgcruch werden, HIn dieser Beziehung sagt Christus °): „Ich heilige michselbst für sie." Denn so fern er uns mit sich Gott ge-wcihct hat, sind wir, obwohl befleckt vor ihm, von seinerHeiligkeit umflosscn, rein und unbefleckt, ja heilig und sei-nes Wohlgefallens theilhaftig. Hierher gehört auch dieSalbung des-Allerheiligsten, die im Daniels erwähnt wird:denn der Gegensatz zwischen dieser und der damals alsVorbild üblichen Salbung, ist hier zu beachten; als ob derEngel spräche: in der Person Christi würden die Schatten-bilder verschwinden und das Pricsterthum in seinem vollenGlänze erscheinen. Um so verwerflicher ist daher der Wahnderer, die, nicht zufrieden mit dem Hohenpriesterthum Christi,täglich ihn zu schlachten sich vermessen, wie es im Papst-thum geschieht, wo die Messe für eine Opferung Christigehalten wird.
Kapitel XVI.
Wie Christus das Wert der Erlösung vollbracht habe, um uns die Se-ligkeit zu erwerben. Hierbei zugleich von dem Tode, der Auferstehungund Himmelfahrt Christi.
t. Was bisher von Christus gesagt ist, sollte zeigen,daß wir, dem Fluche, Tode und Verderben Preis gegeben,allein bei ihm Gerechtigkeit, Erlösung, Leben und Heilsuchen müssen, wie der allbekannte Ausspruch des ApostelsPetrus uns lehrt H: „Es sey in keinem andernHeil,
!) Ossenb. 1. 6. 1 Petr. 2, S, 9. 2) Loh. 17, 19. 3) S. 9, 24.4) Apgsch. 4, 12.