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durch welchen alle Dinge sind, und wir durchihn." Daraus geht hervor, daß er derselbe Gott sey,der sich durch Jcsaias') als der König und Gesetzgeber derKirche verkündigen ließ. Denn nennt er auch alle seineHoheit des Vaters Wohlthat nnd Gabe, so bedeutet dasweiter nichts, als daß er im Namen Gottes regiere, weiler darum die Person des Mittlers annahm, um, ans desVaters Schooße und unbegreiflicher Herrlichkeit herniederkommend, uns zu sich zu nehmen. Um so billiger ist es, daßwir ihm allesammt einstimmig -Gehorsam leisten, und mithöchster Bereitwilligkeit seinen Winken folgen. Denn so wieer gegen die Frommen, die ihm willig folgen, zugleich sichals König und Hirt erweiset, so hören wir dagegen auch,daß er ein eisernes Scepter führe, womit er alle Wider-spenstigen zertrümmert und zerschmettert wie irdene Ge-fäße.Auch lesen wir, er werde ein Richter der Völkerseyn, das Land mit Leichnamen zu bedecken und den ihmwiderstrebenden Hochmuth zu Boden zu schlagen. An solchenErcmpeln fehlt es auch nicht in unsern Tagen; aber dervolle Erweis wird an dem letzten Gericht sich zeigen, wel-ches auch eigentlich als die Schlußhandluug seines König-thums kann angesehen werden.
6, Der Endzweck nnd Nutzen des hohenpriestcrlichcnAmts Christi besteht kürzlich darin, daß er ein reiner undunbefleckter Mittler ist, der durch seine Heiligkeit uns mitGott versöhnt. Da aber der gerechte Fluch den Zugang zuGott hemmt, nnd dieser als ein gerechter Richter auf unszürnt: so muß der Hohepriester, um den Zorn Gottes zustillen, und uns dessen Wohlgefallen zu erwerben, versöh-nend ins Mittel treten. Christus, um seinem hohcnprie-stcrlichen Amtc ein Genüge zn thun, mußte mit einem Opfererscheinen: denn auch in den Tagen des Gesetzes durfte derHohepriester nicht ohne Blut in das Allerhciligfre eintreten,um die Gläubigen zu erinnern, daß Gott, wenn auch der
t) E. ZZ, 22. 2) Ps. 2, S.