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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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Geist der Weisheit und Erkenntniß, des Raths, der Kraftt-nd Gottesfurcht.') Das ist das Frendenöl, mit welchemernach einer Stelle in den Psalmenmehr als seineBrüder gesalbt wurde. Hätte er uicht diesen Vorzug, sowären wir allcsammt arm und elend. Und nicht zu seinemNutzen ward er bereichert, sondern damit er die Hungri-gen und Durstigen mit seinen Gütern füllet?. Denn esheißt P:der Vater habe dem Sohne den Geistnicht nach dem Maaße gegeben," und zwar deß-wegen:daß wir aus seiner Fülle Gnade um Gnade neh-men." Aus dieser Quelle strömt die Gabe, deren Paulusgedenkt, wenn er sagt '): verschiedentlich werde den Gläu-bigen die Gnade ausgetheilt nach dem Maaße der GabeChristi. Hierdurch bestätigt sich hinlänglich die obige Be-hauptung, das Reich Christi bestehe in dem Geiste, abernicht in irdischen Ergötzlichkeiten und äußerlichem Glanz,wcßhalb wir, um Genossen desselben zu seyn, die Welt vcr-längncn müssen. Ein sichtbares Zeichen dieser heiligen Sal-bung wurde in der Taufe Christi gegeben, indem der Geistin der Gestalt einer Taube auf ihn hernieder kam. ^) DieMittheilung des Geistes und seiner Gaben aber eine Sal-bung zu nennen, ist weder neu, noch kann es widersinnigscheinen; denn nirgend anderswoher werden wir belebt;besonders aber haben wir in Hinsicht des himmlischen Lebensauch nicht einen Tropfen Kraft, wenn uns der h. Geistsolche nicht mittheilt, der in Christo seinen Sitz nahm, da-mit von da die himmlischen Güter, deren wir gänzlich er-mangeln, reichlich ans uns strömen. Weil aber die Gläu-bigen unter dem Schirm ihres Königs unbesiegbar sind/und seine geistigen Schätze ihnen reichlich zugetheilt werden,so heißen sie mit Recht Christen. Uebrigens widersprichtdieser Ewigkeit des Reichs Christi keincsweges der Aus-spruch PauliP: dann übergiebt er die Herrschaft

1) Lesa. 11, 2. 2) Ps. 45, 8. 3) Joh. I, 34; 1, 16. 4) Eph. 4, 7.b) Joh.1,32. Matth.3,16- Luc.3, 22. Maec. 1,10. 6) ICor. 15 ,24 ,28.