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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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reich bekämpfen werden. In dieser Beziehung antwortetChristus den Pharisäern'):das Reich Gottes komme nichtauf eine in die Augen fallende Weise, weil es inwendig inuns sey." Denn wahrscheinlich hatten sie, da Christus sichals den König darstellte, in dessen Reiche sie auf die höchstenSegnungen Gottes hoffen sollten, ihn spöttisch aufgefordert,sich auch äußerlich als solchen zu beglaubigen. Damit aberdiese, deren Herzen ohnehin dem Irdischen zu sehr anhin-gen, nicht bei dem äußerlichen Gepränge thörichter Weise stehenbleiben möchten, heißet er sie in ihr Inneres blicken, weildas Reich Gottes Gerechtigkeit, Friede und Freude ist in demh. Geist. °) Aus diesen wenigen Worten lernen wir denSegen kennen, den das Reich Christi uns bringt: denn daes kein irdisches oder fleischliches ist, dem allgemeinen Ver-derben unterworfen, sondern ein geistiges, so hebt es unsempor zum ewigen Leben, damit wir dieses Leben unterElend, Mangel, Kälte, Verachtung, Schmach und andernBeschwerden geduldig ertragen, an dem einen uns genü-gend, daß unser König unS niemals verlaßt, sondern inaller Noth uns Beistand leistet, bis wir nach übcrstandc-ncm Kampf zum Triumpf eingeführt werden. Denn seineHerrschaft ist von der Art, daß er uns alles mittheilt, waser vom Vater empfing. Weil er uns aber mit sciuerMachtausrüstet, mit Ehre und Preis uns krönt, und mit himm-lischen Gütern uns segnet: so öffnet sich uns die reichsteQuelle des Ruhms und Vertrauens, wobei wir unerschrok-ken wider Teufel, Sünde und Tod streiten und, mit seinerGerechtigkeit geschmückt, alle Unehre vor der Welt tapferüberwinden können. Und so sollen wir, wie er uns mitseinen Gaben reichlich segnet, wiederum Früchte zu seinerVerherrlichung darbringen.

5. Seine Salbung zu unserem Könige geschah jedochnicht mit Oel oder köstlichen Salben, sondern er wird derGesalbte des Herrn genannt, weil auf ihm ruhte der

1) Luc. 17, 20. 21. 2) Röm. 14, 17.