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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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dieser Welt sey. Aber wenn jemand unter uns von einemgeistigen Reiche Christi hört> so erhebe ihn dieses zur Hoff-nung eines besseren Lebens, und, was jetzt von ChristiHand beschützet wird, erwarte in der Ewigkeit die volleFrucht dieser Gnade.

4. Daß wir, wie gesagt, die Wirksamkeit und den Se-gen des Reichs Christi nur alsdann erfahren können, wennwir es als ein geistiges erkennen, erhellet zur Genüge dar-aus, daß wir uns hier bei lebenslänglichem Kampf unterdem Kreuze Christi, in einem kläglichen und elenden Zu-stande befinden. Was würde es uns also helfen, demReiche des himmlischen Königs einverleibt zu seyn, wennnicht der Segen davon außer den Grenzen dieses Lebens zusuchen wäre? Darum muß man wissen, daß die in Christouns verheißene Glückseligkeit nicht in äußerlichen Güternbestehe, wie in einem angenehmen und ungestörten Leben,in großen Reichthümern, in Befreiung von allen Unfällenund im Ueberfluß an solchen Ergötzungen, nach denen dasFleisch gelüstet, sondern daß dieselbe allein in dem himmli-schen Leben gefunden wird. Sowie aber in der Welt derglückliche Zustand eines Volks von dem Besitze vielfältigerGüter, von dem innern Frieden und dem Schutz gegenäußere Gewalt abhängt: so verleiht auch Christus denScinigen alles, was zum ewigen Heile der Seele dient,und schenkt ihnen Kraft, alle listigen Anläufe der Feindeihres geistigen Wohls siegreich zu bekämpfen. Daraus folgt,daß er nicht sowohl seinet- als unsertwegen herrsche, undzwar innerlich und äußerlich. Denn mit den von Naturuns fehlenden Gaben des Geistes erfüllt, so weit Gott dieMittheilung derselben für heilsam hält, sollen wir ansdiesen Erstlingen erkennen, daß wir zur vollkommenen Se-ligkeit mit Gott wahrhaft vereinigt sind; ferner im Ver-trauen auf die Kraft desselben Geistes nicht zweifeln, daßwir den Teufel, die Welt uud jegliches Uebel allezeit sieg-

t) Joh. tg, 36.

Calvins Inst. tr> Bd.