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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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Sohn ewig beschirmen und erhalten wolle: denn nnr inChristo geht diese Weissagung in Erfüllung, da bald nachSalomos Tode das Reich seinen Glanz verliert, und mitDavids Familie, welche in den Privatstand zurücktrat,immer mehr zerfallt, bis es endlich gänzlich in Trauer undSchmach unterging. Dasselbe bezeichnet der Ausruf im Jc-saiasch:wer willseines Leben 6 Lange ausreden?"

denn in diesen Worten verkündet er mit dem FortlebenChristi zugleich dessen ewige Verbindung mit den Seinen.Alle Stellen demnach in denen Christo eine ewige Herrschaftbeigelegt wird, müssen wir auf die ewige Dauer der Kirchebeziehen, die in allen Stürmen, Kämpfen und furchtbarenErschütterungen, die sie immer treffen und bedrohen, den-noch siegreich bestehet. Wenn David den Trotzt) derer ver-lacht, die das Joch Gottes und Gesalbten zu zerbrechenstreben, und sagt, daß die Könige und Völker vergeblichtoben, weil der Arm dessen, der im Himmel thront, starkgenug ist, ihrer Empörung ein Ziel zu setzen: so erhebt erdie Frommen durch die Versicherung, daß die Kirche ewigerhalten werde, zu freudiger Hoffnung in den Tagen ihrerUnterdrückung. Mit den Worten, welche er im NamenGottes spricht 2):Setze dich zu meiner Rechten, bisich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege"

erinnert er, daß, so viele und mächtige Feinde sich auchwider die Kirche auflehnen, sie doch gegen den unabänder-lichen Rathschluß Gottes, nach welchem er seinen Sohn zumewigen Könige eingesetzt hat, nichts vermögen. Folglichkann der Teufel sammt der ganzen Welt die Kirche, welchesich auf die ewige Herrschaft Christi gründet, niemals über-wältigen. Diese Ewigkeit muß uns, als jedes einzelnenHeil umfassend, zur Hoffnung seliger Unsterblichkeit erheben.Denn was irdisch ist, und der Welt angehört, ist zeitlichund hinfällig: weßhalb Christus, um unsere Hoffnung aufdas Himmlische zu lenken, sagt, daß sein Reich nicht von

1) (5. 53, 8. 2) Ps. 2, 1-4. 3) Ps. 110, 1.