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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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543
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das ist mein lieber Sohn, den sollt ihr hören."Diese Salbung ergoß sich von dem Haupte über die Glie-der, wie es Joel vorher verkündigt hatte H:EureSöhne werden weissagen, und eure TöchterGesichte sehen :c." Die Worte Pauli aber"):Er istuns zur Weisheit gegeben; in ihm liegen alleSchätze der Weisheit und Erkenntniß verbor-gen" haben einen etwas andern Sinn; nämlich, daß eSaußer Christo keine heilbringende Erkenntniß gebe, und daß,wer ihn gläubig annimmt, wie er sich darbietet, die Füllehimmlischer Güter empfange. Darum sagt er in einer an-dern Stelle:Ich halte nicht dafür, daß ich et-was wüßte, als Jesum Christum, und zwar denGekreuzigten." Mit Recht: denn man darf durchausnicht über die Einfalt des Evangeliums hinausgehen. Unddiese Ueberzeugung, daß in demjenigen, was Christus ge-lehrt hat, die Fülle der vollkommenen Weisheit enthaltensey, bezweckt seine prophetische Würde.

3. Es würde vergeblich seyn, von dem Königreiche Christiweiter zu reden, wenn nicht zuvor erinnert wäre, daß es eingeistiges sey, woraus die Bedeutung und der Nutzen, die Wirk-samkeit und Ewigkeit desselben folgt. Die Ewigkeit, welche beidem Propheten Daniels der Engel Christo beilegt, wird bei Lu-cas") mit Recht von dem Engel auch anfdasHeil des Volks bezo-gen. Aber auch sie ist von doppelter Art und Beziehung, undkömmt theils der gesammten Kirche, theils jedem einzelnen Mit-gliede zu. Von der ersteren reden die Worte des Psalms °):Ich habe einmal geschworen bei meiner Heilig-keit, ich will David nicht lügen; sein Saamesoll ewig seyn, sein Thron vor mir wie dieSon-ne;wie derMondsoll er ewiglich erhalten seyn,und wie der Zeuge in den Wolken gewiß seyn."Hier verheißt Gott offenbar, daß er die Kirche durch seinen

k) Loel. 3, t. 2) 1 Cor. t, 30. Kol. t, 3. 3) C. 2, 44- 4) C. t,23. S) Ps. 89, 3638.