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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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so daß dieses Merkmal ihn von allen andern unterscheidet.Denn uns, die wir zu einem neuen Leben wieder geborensind, würdigt Gott des Namens der Kinder, aber Christumallein nennt er den wahren, cingeborncn Sohn. Aber wieist er anders der einige, bei einer so großen Menge vonBrüdern, als weil er von Natur besitzt, was wir erstdurch die Gnade erhalten? Und diese Würde legen wirder ganzen Person des Mittlers bei, so daß derjenige wirk-lich und eigentlich der Sohn Gottes ist, der aus der Jung-frau geboren ward, und sich am Kreuze dem Vater zumOpfer dargebracht hat, doch in Beziehung auf seine gött-liche Natur, wie Paulus in den Worten lehrt'):ich binauserkoren, zu verkündigen das EvangeliumGottes, das er zuvor verheißen hat von seinemSohne, der aus dem Saamcn Davids geborenist nach dem Fleisch und kräftiglich beglaubigtals der Sohn Gottes." Warum sollte der Apostel,der Christum ausdrücklich den Sohn Davids nennt, nochbesonders sagen, er sey als der Sohn Gottes beglaubigt,wenn er nicht dadurch andeuten wollte, daß diese Beglau-bigung durch etwas anderes geschehe, als dnrch seine Er-scheinung im Fleisch? Denn wie er in einer andern Stellesagt: Christus habe nach der Schwachheit des Fleisches ge-litten, aber sey nach der Kraft des Geistes wieder lebendiggeworden so bestimmt er auch hier den Unterschied zwi-schen beiden Naturen. Sie müssen zugestehen, daß Christus,wie er von seiner Mutter empfieng, wcßwcgenj er Sohn Da-vids heißt, also vom Vater habe, wcßhalb er Sohn Got-tes ist, und daß dieses etwas von der menschlichen Naturganz verschiedenes sey. Die Schrift giebt ihm einen dop-pelten Namen: sie nennt ihn bald Gottessohn baldMenschensöhn. Hinsichtlich des lctztern kann nicht abge-läugnct werden, daß er nach dem hebräischen Sprachgc-brauchc Menschcnsohn heißt, weil er von Adam abstammt.

t) Nöm. t, t-4.