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Ehre gekrönt, und zum Herrn über alles erhöhet ward,daß vor ihm sich alle Kniee beugen müssen: so wird er als-dann seinen Namen und die Krone der Herrlichkeit sammtallem, was er vom Vater empfangen hatte, demselben un-terwerfen, auf daß Gott alles in allem sey. Denn wozuanders wurde ihm Gewalt und Herrschaft verliehen, alsdaß uns der Vater durch ihn regiere? In dem nämlichenSinne wird gesagt: „er sitzt zur Rechten des Vaters."Das dauert aber nur so lange, bis wir Gott schauen vonAngesicht. Und so laßt sich der Irrthum der Alten garnicht entschuldigen, welche, da sie die Person des Mittlersnicht im Auge behalten, den wahren Sinn fast alles dessen,was uns Johannes in seinem Evangelio lehrt, entstellen,und sich in viele Widersprüche verwickeln. Der Schlüsseleiner richtigen Erkenntniß sey uns also die Wahrheit, daßweder auf die göttliche noch menschliche Natur besondersbezogen werde, was zu dem Amt des. Mittlers gehört.Also Christus wird herrschen bis zu seiner Wiederkunft alsWcltenrichter, wo er uns, so weit es nach unserer Schwach-heit möglich ist, zur Gemeinschaft des Vaters erhebt. Sindwir nun aber der himmlischen Herrlichkeit theilhaftig ge-worden) und sehen Gott, wie er ist: dann hat Christussein Mittlergeschäft vollendet, hört auf, des Vaters Ge-sandte zu seyn, und tritt wieder in den Besitz der Herrlich-keit,^die er hatte von Anbeginn der Welt. Nur in so fernpaßt eigenthümlich der Name „Herr" auf die Person Christi,als er in der Mitte zwischen Gott und uns stand, in diesemSinne sagt Paulus H: „es ist nur Ein Gott, von welchemalle Dinge, und Ein Herr, durch welchen alle Dinge;"nämlich dem eine Zeitlang die Herrschaft vom Vater über-geben ist, bis wir seine göttliche Herrlichkeit von Angesichtzu Angesicht schauen, der aber dadurch, daß er die Regie-rung wieder an den Vater abtritt, nichts von seinem Ruhmeverliert, sondern in noch größerer Herrlichkeit strahlt.
t) Rom. 8, 6.