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theilhaftig. Und da Christus, als er noch auf Erden wan-delte, sagte'): „Niemand fahre gen Himmel, als des Men-schen Sohn, der im Himmel sey" — so war er gewiß nichtnach seiner menschlichen Natur und in der angenommenenFleischeshülle im Himmel; aber da er Gott und Menschzugleich war, so legte er, wegen Vereinigung beider Na-turen, der einen bei, was der andern angehörte.
3. Aber am aller deutlichsten wird das wahre WesenChristi in solchen Stellen beschrieben, die zugleich von beide»Naturen handeln, dergleichen es im Evangelio Johannissehr viele giebt. Denn es kam weder der göttlichen nochmenschlichen Natur allein zu, sondern beiden, wenn esdaselbst von ihm heißt'): „Er habe vom Vater die Machtempfangen, Sünden zu vergeben, Todte aufzuerwecken,welche er will, Gerechtigkeit, Heiligkeit und Seligkeit zuverleihen; er sey verordnet zum Richter über Lebendige undTodte, auf daß man ihn ehre wie den Vater; oder wenn Der sich das Licht der Welt, den guten Hirten, die einzigeThür, den rechten Weinstock nennt." Denn mit gleichenVorrechten war der Sohn Gottes, als er im Fleische er-schien, begabt worden, wiewohl er sie, nur auf andereWeise und in anderer Beziehung, schon vor Erschaffungder Welt zugleich mit dem Vater besaß; und welche keinemMenschen, der nichts weiter als Mensch war, nicht konntenverliehen werden. Eben so muß auch der Paulinische Aus-spruch ^): „Christus wird, wenn das Gericht gehalten ist,das Reich Gott und dem Vater zurückgeben" — verstandenwerden. Nämlich das Reich des Sohnes Gottes, welcheskeinen Anfang gehabt hat, kann auch kein Ende nehmen.Aber gleich wie er die Herrlichkeit des Himmels mit demDunkel des Erdenlcbens vertauschte, durch Annahme derKnechtsgestalt sich selbst erniedrigte, dem Vater gehorsamwar bis zum Tode am Kreuz, darauf aber mit Preis und
1) Joh. 3, 13. 2) Matth. 9, 2. 6. vergl. Joh. s, 14; 5, 21-23, s,S; 10, 9. 12; 15, 1. 3) 1 Cor. 15, 24. 27. 28.