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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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in der Hülle des Fleisches verbarg. Also der Apostel zeigtnicht, was Christus gewesen sey, sondern wie er sich erwie-sen habe. Auch geht aus dem ganzen Zusammenhange hervor,daß Christus sich in wahrer Menschcnnatur entäußert habe.Denn die Worte:Er ist an Gestalt wie ein Mensch er-funden" ^ sagen nichts anderes, als daß seine göttlicheHerrlichkeit auf eine Zeitlang nicht sichtbar wurde, sondernnur sein menschliches Wesen in der größten Niedrigkeit er-schien. Auch würde das Wort Pctri^):Er ist gctödtetnach dem Fleisch, und lebendig gemacht nach dem Geist"nicht in Kraft bleiben, wenn nicht der Sohn Gottes sichzur Annahme der menschlichen Natur erniedrigt hätte.Darüber erklärt sich Paulus noch deutlicher, wenn er sagt°):Er hat den Tod gelitten nach der Schwachheitdes Fleisches." Einen Beweis liefert auch die ErhöhungChristi, da er nach seiner tiefen Erniedrigung mit Preisund Ehre gekrönt ward, was nur von einem Menschengesagt werden kann, der Leib und Seele hat. Manichäusträumt von einem himmlischen Körper, und beruft sich aufeine Stelle, in welcher Christus der zweite Adam ge-nannt wird, der vom Himmel und himmlisch ist.Aber hier redet der Apostel nicht von einer himmlischenSubstanz des Leibes, sondern von der geistigen Kraft,welche von Christo ausgeht, und uns belebt. Diese unter-scheiden Petrus und Paulus ausdrücklich in den oben an-geführten Stellen von seinem menschlichen Wesen. JenerPaulinische Ausspruch, ans welchem Manichäus seinenIrrwahn beweisen will, bestätigt also vielmehr, was dierechtgläubige Kirche von der menschlichen Natur Christi lehrt:denn hätte dieser keinen, dem unsrigen ganz gleichen Leib,so wäre die kräftige Schlußfolgc Panli grundlosH:IstChristus auferstanden, so werden wir auch auf-erstehen; stehen wir aber nicht auf, so ist auchChristus nicht auferstanden." Welche Auswege auch

H I Petr.Z, IS. 2)2Cor-tZ,4, 3)1!5or.1S,47. 4) 1 Eor. 15,12-20-