517
unter dem Bilde der Ehe die innige heilige Verbindung dar«stellen, die uns mit Christo vereinet. Das erhellet ans dencrklärungswcise beigefügten Worten: „ich rede von Christound der Gemeine"—durch welche er die geistige Verbindungzwischen Christo und der Kirche von dem Ehcbunde unter-scheidet. So verschwindet diese Posse von selbst. AchnlicheR Albernheiten verdienen gar keine Erwähnung, da sie in deml Obigen ihre Widerlegung finden. Den Kindern Gottes,' welche die lautere Wahrheit suchen, genügt das einfacheWort der Schrift: „da die Zeit erfüllet war, habe Gottseinen Sohn gesandt, geboren von einem Weibe, und unterdas Gesetz gethan, auf daß er die, welche unter dem Gesetzwaren, erlösete."
Kapitel XIII.
„Christus hat einen wahren menschlichen Leib angenommen."
L. Es wäre überflüßig, noch weiter von der GottheitC hristi zu reden, da dieselbe bereits anderswo durch deut-liche und unumstößliche Zeugnisse erwiesen ist. Es bleibtalso nur noch zu bestimmen übrig, wie er mit unserm Fleischbekleidet das Mittlergcschäst vollbracht hat. Schon dieMa-nichäer und Marcioniten bestritten die Wahrheit dermenschlichen Natur Christi. Diese erklärten seinen Körperbloß für scheinbar, und jene legten ihm bloß einen himmli-schen Leib bei; aber Beide werden durch viele und klareZeugnisse der Schrift widerlegt. Denn nicht in einem himm-lischen Saameu oder scheinbaren Menschen wird der Segenverheißen, sondern in dem Saamen Abrahams und Jakobs ft,so wie auch keinem ätherischen Menschen ein ewiger Thron
1) 1 Mos. 12, 3; 1?, 18; 22, 18; 26, 4- Ps- 132, 11.