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eine Schlange erhöhet hat, also muß des Men-schen Sohn erhöhet werden." Anderswo^): „Vater,hilf mir aus dieser Stunde; doch darum bin ichin diese Stunde gekommen. Vater, verherrlichedeinen Sohn." Hier wird die Absicht bei der Mensch-werdung Christi deutlich darin gesetzt, daß er ein Opferwerde zur Versöhnung der Sünden. Auf dieselbe Weiseverkündigt Zacharias : „nach der den Vätern gegebenenVerheißung sey er erschienen, um alle zu erleuchten, dieim Schatten des Tydes saßen." Alle diese Stellen beziehensich auf den Sohn Gottes, in welchem alle Schatze derWeisheit und Erkenntniß verborgen liegen, wie Paulusbemerkt, und von sich rühmt, daß er nichts wisse, dennallein Christum. P
5. Auf die Einwendung: „alles dieses stehe dem nichtentgegen, daß derselbe Christus, der die Verdammten erlö-set?, auch seine Liebe gegen die Gesunden und Unbeflecktendurch Annahme ihres Fleisches habe beweisen können," —gebe ich die kurze Antwort: da der Geist verkündigt, daßnach Gottes ewigem Rathschlusse beides unzertrennlich ver-bunden gewesen sei, daß Christus unser Erlöser und unsererNatur theilhaftig würde, so ist alles weitere Grübeln ver-geblich und unerlaubt. Denn wen mehr zu wissen gelüstetund sich an der ewigen Anordnung Gottes nicht genügen laßt,beweiset dadurch, daß auch Christus, der uns zur Erlösung ge-geben ist, ihm nicht genüge. Auch Paulus sagt uns nicht bloß,wozu er gesandt sey, sondern hält, indem er in das erha-bene Geheimniß der Erwählnng eindringt, alles vorwitzigeForschen des menschlichen Geistes zurück. Er sagt nämlichft:„der Vater hat uns in Christo erwählet, ehe dieWelt geschaffen war, so daß er uns zu Kindernannahm nach dem Vorsatze seines Willens, undhat sich uns wohlgefällig gemacht in seinem
1) Joh. 12, 27, 23. 2) Luc. 1, 79. 3) Col. 2, 3; 1 Cor. 2, 2. 4)Eph. 1, 4 — 7.