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pfen, und uns den Sieg zu verschaffen. Macht man alsoChristo seine göttliche oder menschliche Natur streitig, sowird einerseits entweder seine Herrlichkeit vermindert oderseine Tüchtigkeit zur Vermittlung aufgehoben, andererseitsaber zum großen Schaden der Menschen ihr Glaube wan-kend gemacht und vernichtet, der nur auf diesen Grundgestützt bestehen kann. Ueberdicß sollte auch als Erlöser je-ner Sohn Abrahams und Davids erwartet werden, denGott im Gesetz und in den Propheten verheißen hatte, unddaraus entspringt wieder für die Frommen der Nutzen,daß sie, seine Abstammung bis auf Abraham und Davidzurückleitcnd, mit desto größerer Ueberzeugung denjeni-gen für Christus erkennen, den so viele Weissagungenverkündet haben. Was aber kurz vorher bemerkt ist,müssen wir vornehmlich festhalten, daß die gemeinsameNatur uns unsere Gemeinschaft mit dem Sohne Gottesverbürge. Mit unserm Fleisch und Blut bekleidet, bezwänger den Tod sammt der Sünde, damit unser der Sieg undTriumph würde ; unser Fleisch brachte er dar zum Opfer,um nach vollbrachter Versöhnung unsere Schuld zu til-gen, und den gerechten Zorn des Vaters zu stillen.
4. Wer das alles sorgfaltig erwägt, wird den grund-losen Behauptungen, wodurch leichtsinnige Geister und Nene-rungssüchtige sich verführen lassen, leicht entgehen. Dahingehört, daß Christus, wenn auch zur Erlösung des Men-schengeschlechts es keiner Vermittlung bedurft hatte, dochwürde Mensch geworden seyn. —Ich gebe zwar zu, daß beider unsprünglichen Einrichtung der Schöpfung und bei demnoch unverdorbenen Zustande der Natur Christus das Hauptder Engel und Menschen war, wes:halb Paulus ihn auchden Erstgebornen von allen Kreaturen nennt; aber da dieganze Schrift sagt, daß er Menschengestalt annahm, umder Erlöser zu werden, so wäre es allzuvcrmessen, hier aueine andere Ursache, oder an einen andern Endzweck zudenken. Wozu Christus von Anfang an verheißen wurde,ist bekannt, nämlich die zerfallene Welt wieder herzustellen.