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anstaltungen Gottes weise und gut sind, wenn wir auchoft nicht wissen, warum etwas gerade so und nicht andersgeschieht. Denn das wäre eine arge Vermcssenhcit, wennwir Gott nicht zugestehen wollten, bei seinen Rathschlüs-scn Gründe zu haben, die uns verborgen sind. „Aberes ist doch seltsam — sagt man ferner — daß er jetzt dieOpfer und das ganze Gepränge des lcvitischen Priester-thums verschmäht, woran er sonst ein Wohlgefallen hatte."Als wenn Gott an solchen äußern, eitxln Wesen Freudeund Wohlgefallen finden könnte. Es ist bereits erinnert,daß er alle jene Ceremonien nicht für sich, sondern zumBesten der Menschen verordnet habe. Werden wir wohlvon einem Arzte, der einen kranken Jüngling heilt, undnachher bei demselben, wenn er im Alter wieder krank wird,eine andere Heilmethode anwendet, sagen, daß er die frü-her angewendete verwerfe? Vielmehr beharrt er bei der-selben, indem er das Alter berücksichtigt. So mußte auchChristus, bevor er erschien, durch andere Zeichen vorgebil-det und, daß er kommen werde, verheißen, und jetzt da ererschienen, durch andere verkündigt werden. Wer mögte inBeziehung auf die Berufung, die Gott mit Christi Ankunftan alle Völker ergehen ließ, und hinsichtlich der Gnadengü-tcr des heil. Geistes, welche nachher reichlicher, als zuvor,ausgespendet wurden, es für ungerecht zu erklären wagen,daß von Gottes freiem Nathschlusse die Austheilnng seinerGaben abhängt? daß er Völker erleuchtet, welche er will?daß er die Predigt seines Wortes da, wo er will, erweckt?daß er den Fortgang seiner Lehre fördert, wie er es fürgut findet? daß er die Erkenntniß seines Namens, wie erwill, Zeitalter hindurch der Welt ihres Undanks wegencutzieht, und nach seiner Barmherzigkeit wieder herstellt,wenn es ihm wohlgcfällt? Wer sieht nicht, wie verwerf-lich solche Lästerungen sind, womit gottlose Menschen ein-fältige Gemüther beunruhigen, um Zweifel gegen GottesGerechtigkeit oder gegen die Glaubwürdigkeit der Schriftzu erregen.