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er es für heilsam hielt. Wenn ein Landmann seinem Haus-gesinde im Winter andere Geschäfte aufträgt, als im Som-mer: so werden wir ihn deßwegen keiner veränderlichenSinnesart beschuldigen, noch glauben, daß er bei dem Acker-han die rechte Weise verlasse, die mit der festen Ordnungder Natur in Verbindung steht. Eben so wenig werdenwir einen Hausvater leichtsinnig und wankelmüthig nennen,der seine Kinder in den Jahren der zarten Jugend andersunterrichtet, erzieht und behandelt, als im reifern Alter.Warum beschuldigen wir also Gott der Veränderlichkeit,wenn er in verschiedenen Zeiten zweckdienliche Veränderun-gen einleitete? Uns muß die Vergleichung völlig genügen,in welcher Paulus die Juden als Knaben, die Christen alsJünglinge darstellt. Oder welchen Tadel verdient der Nath-schluß Gottes, nach welchem er jene einer dem Knabenalterangemessenen Zucht unterwaf, uns aber einer männlichenErziehung würdigte? Vielmehr ist es ein Beweis vonGottes Unveranderlichkcit, daß er in allen Zeiten einerleiWahrheit verkündigte, und auf der anfangs gebotenen Ver-ehrung seines Namens fortwahrend beharrt. Daß er dieäußere Form und Weise anders gestaltete, darin beweiseter sich nicht als einen veränderlichen, sondern als einenweisen Gott, der die verschiedenen Kräfte und Fähigkeitender Menschen berücksichtigte,
14. „Aber — sagt man — woher jene Verschiedenheit,wenn Gott sie nicht gewollt hätte? Konnte er nicht vonAnfang an eben so gut, als nach der Ankunft Christi, dasewige Leben mit klaren Worten und ohne alle Bilder ver-kündigen, durch wenige und klare Bundeszeichen die Scini-gen unterrichten, die Gaben des heil. Geistes mittheilen,Und seine Gnade über den ganzen Erdkreis ausschütten?"Das ist eben so, als wenn wir mit Gott darüber rechtenwollten, daß er die Welt so spät und nicht gleich anfangsgeschaffen hat, oder daß er Winter und Sommer, Tagund Nacht abwechseln laßt. Aber wir dürfen, wie alleFromme denken müssen, nicht daran zweifeln, daß alle Vcr-