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Johannes Calvin, des großen Theologen Institutionen der christlichen Religion : erstes und zweites Buch
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so werden sie dennoch, weil sie sich zu den Bedürfnissen deSVolks hcrblassen mußten, zugleich mit diesem den Unmün,digcn gleich gehalten. Ucberdicß finden sich auch bei ihnenSpuren von der Dunkelheit jenerZeit. Daher jener AusspruchChristi^):Viele Könige und Propheten wolltensehen, was ihr sehet, und haben es nicht gesehen;und hören, was ihr höret, und haben es nichtgehört. Dar um selig sind eure An gen, daß siesehen, und eure Ohren, daß sie hören." Und billigerWeise mußte die Zeit der Erscheinung Christi den Vorzug haben,daß die Offenbarung der bimmlischen Geheimnisse in größererKlarheit hervortrat. Hierher gehört auch die aus dem er-sten Briefe Petri (L. 1,12.) oben bereits angeführte Stelle:es war ihnen geoffenbart, wovon aber uns vornämlichder Nutzen zufloß."

7. Die dritte Verschiedenheit des A. und N. T. gehtaus den Worten des Ieremias hervor:°)Siehe, es kom-men die Tage, spricht der Herr, wo ich mit demHauseJsrael und mit demHauseJuda einen neuenBund machen will, nicht wie dcr Bund gewesenist, den ich mit ihren Vätern gemacht habe andemTage, da ichihreHand ergriff, und sieausAegyptcn führte; welchen Bund sie nicht gehal-ten haben, und ich sie zwingen mußte. Das sollviclmehr der Bund seyn, den ich mit dem HauseIsrael machen will. Ich will mein Gesetz in ihrHerz geben und in ihren Sinn schreiben, undwill ihnen ihre Missethat vergeben. Und eswird Keiner seinen Nächsten, noch ein Bruderden andern lehren: denn sie sollen mich alle ken-nen vom Kleinsten bis zu dem Grösscsten." DieseWorte veranlaßten den Apostel ^) zu folgender Vergleichungzwischen dem Gesetz und Evangelium, in welcher er jenes

1) Matth. tZ, 16. 17. Luc. IN, 23. 24. 2) C. 31, 31 34. Hebr, S,811. 3) 2 Sor. 3, 611.