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halten, damit er ihn nicht in den flüchtigen und wandel-baren Gütern dieser Welt suche, sondern sich an das Un-verweltliche halte. Dem wird die Verheißung des Landesbeigefügt, als Zeichen der göttlichen Gnade und Vorbilddes himmlischen Erbes. Diese erkannten anch die Gläubi-gen, wie ihre Aussprüche darthnn. So erhebt sich Davidvon zeitlichen Segnungen zu der letzten und höchsten Stufealles Segens, wenn er spricht"): „Es verlanget undsehnet sich nach dir meine Seele und mein Leib.Gott ist ewig mein Theil." Eben so-): „der Herrist mein Erbe und mein Gut; du erhaltst meinErbtheil." Ferners: „ich rufe zu dir, Herr, undsage, meine Zuversicht bist du, mein Erbtheilim Lande der Lebendigen." Wer so sprechen kann,bekennt sicherlich, daß seine Hoffnung über die Welt, undwas in der Welt ist, hinausgehe. Diese Seligkeit in derEwigkeit stellen aber die Propheten oft unter dem Bildedar, welches sie von dem Herrn empfangen hatten. Ansdiese Art sind die Aussprüche zu verstehen^): „Die From-men werden das Erdreich besitzen, die G ottloscnaber daraus vertrieben werden. Jerusalemwird überschwenglichen Reichthum und ZionSchatze in Menge haben." Das bezieht sich offenbarnicht auf das Land unserer Wallfahrt oder auf das irdischeJerusalem, sondern auf das wahre Vaterland der Gläubigenund jene himmlische Stadt, welcher der Herr Segen undLeben verheißen bat immer und ewiglich.H
3. Darum lösen wir^auch, daß die Glaubigen des A.T. das irdische Leben und seine Güter höher, als jetzt ge-ziemen würde, geachtet haben. Denn wiewohl sie wußten,daß dieses Leben nicht das Ende ihrer Laufbahn sey: s»erhielt es doch dadurch, daß sie die Spuren der Gnade desHerrn erkannten, womit er nach Maßgabe ihrer Schwach-
1) Ps. 73, 26; 84, I. 2) Pf 16, S, 3) Ps. 142, 6, 4) 2esa. 60, 21-und in vielen andern Stellen des Propheten, s) Ps. 133, 2.