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nicht vernichten. „Und wenn er mich erwürgt—sagt er^)—so will ich dennoch auf ihn hoffen." Will hier jemand ein-wenden, daß aus dergleichen einzelnen Aussprüchen sich dochunmöglich erweisen lasse, es sey dieß der allgemeine Glaubeder Juden gewesen: so antworte ich, daß diese wenigenMänner in jenen Behauptungen nicht etwa eine besonderegeheime Weisheit zeigten, zu welcher sie für sich allein alsgeistreiche Köpfe gelangt waren, sondern vielmehr alsLehrer des Volks, wozu sie durch den h. Geist berufenwaren, die Geheimnisse Gottes verkündigten, welche allenbekannt werden und die Grundlage der Volksreligion seynsollten. Da wir also die öffentlichen Aussprüche des h.Geistes vernehmen, durch welche er das jüdische Volk zueiner so klaren Einsicht über das geistige Leben geführt hat:so würde es eine unglaubliche Vermessenheit seyn, sie nurauf einen leiblichen Bund zu beziehen, in welchem alleinder Erde und sichtbarer Güter gedacht werde.
20. Begeben wir uns zu den spätern Propheten, sokönnen wir auf diesem Gebiete uns noch freier bewegen.War der Sieg bei David, Hiob und Samuel nicht schwierig,so muß er uns hier noch viel leichter werden. Denn derHerr beobachtete bei der Offenbarung seines GnadenbundcSeine solche Stufenfolge und Ordnung, daß er seine Rath-schlüsse immer deutlicher erkennen ließ, je näher der Zeitpunktkam, wo seine Gnade und Wahrheit völlig ans Licht- tretensollte. Darum war anfangs, als Adam die erste Verhei-ßung des Heils empfing, noch Dämmerung, die sich allmäh-lig immer mehr aufhellte, bis Christus, die Sonne derGerechtigkeit, dem ganzen Erdkreise das volle Licht brachte.Ich kann mich also getrost auf die Propheten berufen, indenen es nicht an Beweisen für meine Meinung fehlt; aberweil es deren so viele giebt, daß ich bei ihrer Aufzählungweitläufiger werden müßte, als es der Plan dieses Werkserlaubt, und da ich überdieß durch die vorhergehenden Be-
il Hiob 13, 15.
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